Auf den elektrischen Mercedes CLA folgt nun der Verbrenner. Dessen Mildhybrid ist auf maximale Sparsamkeit ausgelegt und kommt in drei Leistungsstufen. Die Preise starten bei 46.243 Euro. Der Hybrid sieht dem Elektro-CLA fast zum Verwechseln ähnlich: klassischer Stern im Grill, klare Linien, coupéhafte Silhouette.

E-Motor im Doppelkupplungsgetriebe

Interessanter wird’s unter der Haube. Dort arbeitet ein neu entwickelter 1,5-Liter-Vierzylinder, gekoppelt mit einem im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten Elektromotor. Zum Start gibt es den Mildhybrid in den drei Leistungsstufen 115 kW/156 PS, 135 kW/184 PS und 155 kW/211 PS. Die beiden stärkeren Varianten sind anstatt mit Front- auch mit Allradantrieb kombinierbar, die Kraftübertragung übernimmt immer ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. 

Die 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner werden jeweils von einem 22 kW/30 PS starken E-Motor unterstützt, der seine Energie aus einem 48-Volt-Akk mit 1,3 kWh Kapazität bezieht. Im Stadtverkehr soll er bei sanfter Fahrweise auch allein den Vortrieb leisten können. Den Verbrauch gibt Mercedes je nach Variante mit Werten zwischen 4,9 und 5,8 Litern an. Die Preisspanne reicht vom CLA 200 für 46.243 Euro bis zum CLA 220 4matic mit Allradantrieb für 54.228 Euro. Der günstigste CLA mit E-Antrieb, 165 kW/224 PS und 58-kWh-Akku kostet 49.420 Euro. 

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Kleine Gedenkpause unter Last

Allerdings zeigt der CLA Hybrid eine Charaktereigenschaft, die man mögen kann, aber nicht muss. Beim Beschleunigen wirkt der Antrieb kurz wie aus zwei Welten zusammengesetzt. Gibt man Gas, dreht der Vierzylinder hörbar hoch, doch der Schub kommt zunächst ausschließlich vom Elektromotor. Der Verbrenner läuft zwar, ist aber noch nicht mit dem Getriebe verbunden. Erst wenn die Kupplung schließt, übernimmt er. In diesem Augenblick, der sich besonders aus niedrigen Geschwindigkeiten bemerkbar macht, klaffen Ton und Tempo auseinander: Das Auto klingt schneller, als es tatsächlich beschleunigt. Ein Effekt, der sich anfühlt, als würde der Antrieb erst einen Gedanken fassen, bevor er sich entscheidet. 

Schilling nennt die Ursache offen: Die mildhybride E-Maschine liefert nur begrenzte Leistung, gleichzeitig brauche der Verbrenner einen Moment, um mit Öl- und Kupplungsdruck an den Antriebsstrang angebunden zu werden. "Das ist die Physik des Systems", sagt er. Im normalen Alltag schleift der CLA diese Übergänge sauber aus, aber wenn es spontaner sein soll, beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven und beim schnellen Losfahren an der Kreuzung, muss sich die Kupplungschoreografie spürbar sortieren. Die Traditionalisten unter den Mercedes-Kunden dürften hier doch schwer schlucken. 

Verbrauch unter vier Litern möglich

Dafür punktet der Hybrid dort, wo die meisten Fahrer den größten Nutzen spüren: beim Verbrauch. Die elektrische Unterstützung arbeitet erstaunlich oft im Hintergrund, lässt den Wagen im Stadtverkehr längere Passagen ohne Verbrenner gleiten und gewinnt beim Bremsen bis zu 25 kW zurück. Wer diszipliniert fährt, kann den CLA mit weniger als vier Litern bewegen, ein Wert, der selbst für Vollhybride mit wesentlich größeren Akkus bemerkenswert niedrig wäre. Möglich macht das eine kleine, aber sehr aktiv genutzte 48-Volt-Batterie, die immer wieder genug Energie speichert, um den Motor abzuschalten oder den Antrieb kurzzeitig rein elektrisch voranzutreiben. 


Mercedes CLA Hybrid (2026)


Innen übernimmt der Hybrid die digitale Welt des Elektro-CLA: das große Panoramadach, der MBUX-Superscreen mit drei weitläufigen Displays und das neue MB.OS, das per Over-the-Air-Updates lernfähig bleibt. Die Navigation basiert auf Google Maps, die Assistenzsysteme sind sauber abgestimmt und unterstützen den Fahrer, ohne ihn zu bevormunden.

Preise starten bei 46.000 Euro

Von den CLA 180 mit 115 kW/156 PS, CLA 200 mit 135 kW/184 PS und dem CLA 220 mit 155 kW/211 PS empfiehlt sich die goldene Mitte. Der CLA 200 fährt sich spürbar agiler als das schwerfällige Basisaggregat, das gerne gedreht werden will. Dass der CLA mit Hybridantrieb kein wirklich billiges Auto wird, war zu erwarten.

Die Spanne reicht vom CLA 180 für 46.243 Euro bis zum CLA 220 4matic mit Allradantrieb für 54.228 Euro. Der günstigste CLA mit E-Antrieb, 165 kW/224 PS und 58-kWh-Akku kostet 49.420 Euro. Mercedes zeigt zwar, wie weit man ein Mildhybridsystem treiben kann, wenn man Effizienz und Alltag über reine Leistungsentfaltung stellt. Die bessere Wahl ist aber definitiv der Stromer.

Kurzcharakteristik 

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