Die Zahl der Wasserstoff-Tankstellen sinkt weiter. Laut Daten von H2 Mobility sind in Deutschland aktuell 50 öffentlich zugängliche Anlagen am Netz. Vor zwei Jahren waren es noch über 80. Hintergrund des Abbaus ist auch eine Strategieänderung bei den Gasanbietern.
Als wichtigste künftige Kundschaft hat die Branche Lkw und andere Nutzfahrzeuge ausgemacht. Diese benötigen an den Tankstellen mehr Fläche zum Parken und Rangieren als Pkw, zudem tanken sie Gas mit einem Druck von 350 bar. Viele frühe H2-Tankstellen sind aber auf Pkw ausgelegt, bieten eher wenig Raum und halten lediglich Gas mit 700 bar vor.
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Während gerade die kleineren Pkw-Anlagen zuletzt vielfach geschlossen wurden, sollen neue Tankstellen direkt auf die Lkw-Kundschaft ausgelegt werden. Aktuell geben zwei Tankstellen in Deutschland Gas ausschließlich mit 350 bar ab, 35 bieten beide Varianten, 13 haben ausschließlich 700-bar-Wasserstoff im Angebot. Die Preise sind seit einigen Jahren nicht mehr festgelegt, sondern dynamisch. Aktuell liegen sie je nach Region und Druck bei bis zu rund 19 Euro pro Kilogramm. Diese Menge benötigen Brennstoffzellen-Pkw im Schnitt auf 100 Kilometern.
Kaum Modelle verfügbar
Wasserstoff als Energieträger für Pkw spielt in Europa kaum eine Rolle. Mit dem Toyota Mirai und dem neu aufgelegten Hyundai Nexo sind aktuell gerade einmal zwei Neuwagenmodelle verfügbar. BMW hat ein drittes angekündigt, das aber kaum mehr als homöopathische Stückzahlen erreichen dürfte. Etwas besser sieht die Lage für H2-Lkw aus. Allerdings laufen diesen aktuell ebenfalls die rein batterieelektrischen Modelle den Rang ab, die wie auch im Pkw-Bereich in Sachen Reichweite und Ladegeschwindigkeit aufgeholt haben und bei den Gesamtkosten günstiger abschneiden.
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