Autonom fahrende Shuttles und Busse könnten den ÖPNV in Deutschland deutlich attraktiver machen und zugleich den Straßenverkehr entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bahn-Tochter DB Regio. Entscheidend sei dabei, dass die Technik nicht nur zur Automatisierung bestehender Buslinien genutzt werde, sondern für einen Ausbau und eine Neuordnung des Angebots.
Im sogenannten Daseinsvorsorge-Szenario für das Jahr 2045, das einen flächendeckenden Einsatz autonomer Fahrzeuge als Teil eines integrierten Systems unterstellt, sinken die durchschnittlichen Wartezeiten demnach auf rund fünf Minuten in Metropolen und auf 13 Minuten im ländlichen Raum. In letzterem Fall entspräche das eine Halbierung gegenüber heute. Die Reisezeiten lägen nahezu auf Pkw-Niveau, in Metropolen teils sogar darunter. Gleichzeitig würde die Straßenverkehrsbelastung in Städten und Metropolen um bis zu elf Prozent sinken. Für einen solchen Ausbau wären laut Studie knapp eine Million autonome Shuttles und Busse erforderlich.
Als Risiko sieht die Studie dagegen ein Szenario, in dem privatwirtschaftliche Robotaxis ohne Integration in den ÖPNV als paralleles System wachsen. In Metropolen könne die Straßenverkehrsbelastung dann sogar steigen - um bis zu 40 Prozent. Zudem würden dem ÖPNV Fahrgäste und Einnahmen entzogen. Der jährliche öffentliche Finanzierungsbedarf könne dadurch um bis zu acht Milliarden Euro höher liegen als in alternativen Entwicklungspfaden.
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