Beim Neujahrsgipfel des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat die Branche in Berlin deutliche Erwartungen an die Politik formuliert. Vor rund 1.000 Gästen appellierte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn an die Bundesregierung, das angekündigte Förderprogramm für Elektroautos rasch umzusetzen. Die Verzögerungen der vergangenen Wochen hätten sowohl Unternehmen als auch Kundinnen und Kunden verunsichert.
"Für unsere Betriebe ist entscheidend, dass dieser Prozess an Tempo gewinnt. Was wir jetzt brauchen, sind Schnelligkeit und echte Umsetzungsstärke der Politik", sagte Peckruhn auf dem EUREF‑Campus im Beisein von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Seit der Ankündigung der Förderung vor zwei Monaten warte die Branche auf konkrete Regelungen und Fristen. Das geplante Programm soll bis zu drei Milliarden Euro umfassen (wir berichteten).
Auch VDA‑Präsidentin Hildegard Müller und VDIK‑Präsidentin Imelda Labbé warnten in einer gemeinsamen Diskussion mit Schnieder vor weiteren Verzögerungen. Die Betriebe seien bereit, die Transformation zur Elektromobilität mitzutragen, bräuchten aber verlässliche Rahmenbedingungen.
ZDK-Neujahrsgipfel 2026 / Vorstellung DAT-Report 2026
Peckruhn betonte, das Kfz‑Gewerbe starte mit einem klaren Anspruch ins neue Jahr: Mobilität in Deutschland zuverlässig, bezahlbar und zukunftsfähig zu halten – vom Fahrzeugverkauf bis zur Werkstatt. Die Politik müsse jetzt auch liefern. 2026 sei kein Jahr des Abwartens, sondern der Entscheidungen (mehr dazu lesen Sie HIER).
Nachwuchstalente geehrt
Ein Höhepunkt des Abends war die Premiere des ZDK‑Nachwuchstalentpreises. Ausgezeichnet wurden Hannes Wirsing (bester Kfz‑Mechatroniker, Deutsche Meisterschaft 2025), Miriam Dickmann (Top 10 Euro Skills 2025) und Johannes Renner (Silbermedaille Euro Skills 2025). Der Verband will damit gezielt die Bedeutung des Nachwuchses für die Branche hervorheben.
Im Rahmen des großen ZDK-Events wurde zudem ein Zeichen für stärkere Vernetzung innerhalb der Branche gesetzt: Erstmals war der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) als Gast vertreten – und gemeinsam mit Würth Deutschland sogar als "Barbetreiber" aktiv. Die Beteiligung des VAD werteten viele Gäste als Hinweis auf neue Allianzen, mehr Austausch und frische Impulse im Autohandel.
VAD-Bar beim ZDK-Neujahrsgipfel 2026
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