Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Geschäftsjahr fällt die Prämie für die Beschäftigten von Mercedes in diesem Jahr erneut geringer aus. Das Unternehmen beteiligt die rund 85.000 anspruchsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland mit voraussichtlich bis zu 3.139 Euro am Ergebnis, wie der Stuttgarter Konzern mitteilte. Die Auszahlung der Prämie ist mit dem April-Entgelt geplant.
Die endgültige Höhe steht noch unter dem Vorbehalt der Feststellung des finalen Jahresabschlusses im März. Die Prämie ist unabhängig vom individuellen Gehalt und richtet sich nach der finanziellen Zielerreichung sowie der Umsetzung der Geschäftsstrategie.
Jubiläumsaktie für alle Beschäftigten
Zusätzlich erhalten alle Beschäftigten in Deutschland eine Mercedes-Aktie. Hintergrund ist der 140. Jahrestag der Patentanmeldung von Carl Benz für sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“. Die Belegschaft habe in einem weiterhin anspruchsvollen globalen Umfeld erneut großes Engagement gezeigt, sagte Personalvorständin Britta Seeger. Die Ergebnisbeteiligung und die Jubiläumsaktie seien ein wichtiges Zeichen der Anerkennung, betonte auch der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Ergun Lümali. Schon im Vorjahr war die Prämie gesunken: Damals wurden bis zu 5.220 Euro ausgezahlt, nachdem die Beteiligung 2023 und 2024 mit bis zu 7.300 Euro noch Rekordwerte erreicht hatte.
Gewinneinbruch und Absatzrückgang
Der Gewinn von Mercedes ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das Konzernergebnis sank 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 49 Prozent – von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt verkaufte Mercedes 2025 rund 2.160.000 Pkw und Vans. Davon entfielen etwas mehr als 1,8 Millionen auf Pkw – ein Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024.
Sparprogramm und Abbau von Kosten
Bereits ein Jahr zuvor hatte Mercedes auf die angespannte Lage reagiert und ein umfassendes Sparprogramm angekündigt. Ziel ist es, die Kosten bis 2027 deutlich zu senken. Dazu zählt auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen wie Verwaltung und anderen nicht-produktiven Einheiten.
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