Gibt es nun einen Rund auf Elektroautos? Eine aktuelle Blitzumfrage unter den Mitgliedsunternehmen des den Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller zeigt, dass die Ankündigung des E-Förderprogramms der Bundesregierung noch keine Auswirkungen auf die Auftragseingänge bei E-Autos hat.
"Zwar bewerten die befragten Marken die Förderhöhe und die Einbindung von Plug-In-Hybriden als positiv, doch komplizierte Förderbedingungen und Nachweisverfahren sowie völlige Unklarheit zum Abwicklungsverfahren hemmen die Wirkung des Programms", sagte VDIK-Präsidentin Imelda Labbé. "Unsicherheit über die Strompreisentwicklung, Ladeinfrastruktur und Restwertentwicklung stellen den Hochlauf der Elektromobilität weiterhin vor zusätzliche Herausforderungen."
Auf Kundenseite fühlen sich laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) 42 Prozent schlecht über die E-Auto-Prämie informiert, jeder Dritte in Deutschland hat noch gar nichts davon gehört. "Kunden brauchen deshalb nun schnellstens Klarheit über die Bedingungen und die Antragsmöglichkeiten, damit die Förderung mittel- und langfristig ihre Wirkung entfalten kann", so Labbé weiter.
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KBA: Knapp 194.000 Neuzulassungen im Januar 2026
Im Januar 2026 wurden in Deutschland insgesamt 193.981 Pkw neu zugelassen, davon 122.970 mit alternativen Antrieben (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb), wobei Internationale Marken etwa 42,2 Prozent ausmachten. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) durch den VDIK hervor. Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt stieg im Januar damit auf 63,4 Prozent, im Vorjahresmonat waren es noch 54,1 Prozent.
Einen Anstieg um 23,8 Prozent auf 42.692 Fahrzeuge erfuhren im Januar die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV). Der BEV-Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen erreichte 22,0 Prozent und lag damit wieder etwas unterhalb der Vormonatswerte. Im Vergleich zu Januar 2025 ergibt sich dennoch ein Plus von rund 5,4 Prozentpunkten.
Die internationalen Hersteller konnten bei den BEV-Neuzulassungen im vergangenen Monat um 32,6 Prozent auf 19.174 Fahrzeuge zulegen und machten damit rund 44,9 Prozent des BEV-Marktes aus. Das sind 3 Prozentpunkt mehr als noch im letzten Jahr.
Ein Plus verzeichneten im Januar abermals auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 21.790 PHEVs rollten neu auf die Straßen und damit 23,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag mit 11,2 Prozent rund 2,7 Prozentpunkte über dem Marktanteil im Januar 2025, gleichzeitig aber etwa 1,1 Prozentpunkte niedriger als noch im Dezember.
Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der seit dem 1.1.26 geltenden zweiten Stufe der Abgasnorm Euro 6e für neu zugelassene Pkw und damit auch dem verschärften Utility Factor für PHEV zu sehen. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Plug-in-Hybriden lag im Januar bei 34,7 Prozent.
Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) im Januar 2026 damit auf einen Marktanteil von 33,2 Prozent bei 64.484 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Januar.
Das sind die KBA-Verlierer
Einen Rückgang um 1,8 Prozent realisierten im Januar hingegen die Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker. 58.206 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Zulassungen von 30,0 Prozent (Januar 2025: 28,5 Prozent). Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag im Januar bei 42,7 Prozent.
Zusätzlich rollten im Januar 280 Flüssiggas-Pkw (minus 67,4 Prozent) neu auf die Straße. Die Neuzulassungen von Verbrenner-Pkw erreichten im Januar 71.004 Einheiten, davon 43.695 Benziner (minus 29,9 Prozent) und 27.309 Diesel ( minus 17,1 Prozent). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 22,5 Prozent, Diesel erreichten einen Anteil von 14,1 Prozent.
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