Beim Rückruf der Elektro-SUVs EQA und EQB geht Mercedes-Benz einen ungewöhnlich weitreichenden Schritt: Nach den bisher durchgeführten Software-Eingriffen sollen nun die Hochvoltbatterien der betroffenen Fahrzeuge vollständig ersetzt werden. Weltweit sind rund 50.000 Autos von der Maßnahme betroffen, darunter mehrere tausend zwischen Februar 2022 und Juli 2024 in Deutschland produzierte Exemplare.
Auslöser ist ein mögliches Brandrisiko einzelner Batteriezellen eines Zulieferers, das sich per Update nicht dauerhaft beheben ließ. Zuvor hatte Mercedes vorsorglich die Ladeleistung und nutzbare Kapazität begrenzt. Mit dem nun angekündigten Kompletttausch will der Hersteller die Ursache direkt an der Hardware beseitigen. Laut dem Mercedes-Blog MB-Passion soll der Tausch einige Stunden in Anspruch nehmen.
Eckdaten zum Rückruf
Maßnahme
Vollständige Batteriewechsel für ganze Baureihen sind in der Branche bislang die absolute Ausnahme. Für die betroffenen Kunden ist der Rückruf jedenfalls eine gute Nachricht: Nach der Reparatur entfallen die bisherigen Einschränkungen bei Reichweite und Ladeleistung. Zudem dürfte sich der Eingriff positiv auf Reichweite und Wiederverkaufswert auswirken. Die Arbeiten erfolgen kostenfrei.
Mercedes-Benz EQA 250
Mehr zum Thema entdecken
Autohersteller
Mercedes EQB nicht mehr konfigurierbar: Nachfolger mit CLA-Technik
Autohandel
Brandgefahr auch bei VW: 12.350 Touareg-Modelle brauchen Update
Autohersteller
Mercedes testet Feststoffzellen: Vierstellige E-Reichweiten in Sicht
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.