Die von der Bundesregierung initiierte Prämie für batterieelektrische Pkw (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) sollte ab 1. Januar den Neuwagenkauf anregen und damit den Automarkt beleben. Bislang ist davon allerdings noch nicht viel zu spüren. Während die Politik Fördermaßnahmen ankündigt, warten Handel und Kunden auf die Umsetzung. Man will damit vor allem Käufer mit niedrigeren Einkommen von der Elektromobilität überzeugen. Das funktioniert nur, wenn die Bedingungen auf dem Tisch liegen. Gleichzeitig steigert die soziale Komponente der Subvention die Komplexität.

Im Januar sind die Neuzulassungen bereits um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen – und das hat zweifellos mit der Verunsicherung zu tun. Der Autohandel hat von Anfang an mit dem Vorstoß der Bundesregierung gehadert und hätte sich andere Lösungen vorstellen können, wie beispielsweise die Subventionierung von Strom für E-Mobil-Fahrer. Er darf jetzt allerdings die Kaufzurückhaltung ausbaden. 

Video-Kommentar von Redakteur Stefan Schmid

Rund ein Drittel der befragten Entscheider im Handel stellen zwar im aktuellen AUTOHAUS Panel eine verstärkte Nachfrage nach BEV fest, in Summe überwiegt aus ihrer Sicht allerdings die Kaufzurückhaltung. Immerhin bewerten rund 47 Prozent die staatliche Förderung als hilfreich. Nur rund 20 Prozent erwarten dagegen eine spürbare Belebung des Geschäfts, wenn die Prämie voraussichtlich im Mai online beantragt werden kann. 

Dass junge Gebrauchtwagen ausgeschlossen sind, sieht die Branche als großes Handicap. Zwei von drei Händlern vermissen eine entsprechende Berücksichtigung. Und: Die Autohäuser spüren bereits den Preisdruck im GW-Geschäft. Jeder Vierte hat schon gebrauchte Stromer reduziert.

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