Fortschrittliche Schnittstellentechnologien, Webtransfers und KI-Tools stehen bei der Eurogarant AutoService AG auf der Agenda. Ziel ist echte Digitalisierung im Sinne der Reparaturbetriebe.

Als Schadenvermittler hat die Eurogarant vor allem zwei Kernaufgaben: Auf der einen Seite müssen Großkunden wie Versicherungen und Flottenverantwortliche innovative Produkte geboten werden, die eine schnelle Abarbeitung von Unfallschäden auf höchstem technischen Niveau ermöglichen. Die Auftraggeberseite ist dabei vor allem an Komplettpaketen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis interessiert, um ihre Schadenkosten im Griff zu behalten.

"Wir entwickeln digitale Tools weiter, um den administrativen Aufwand für Eurogarant-Werkstätten zu minimieren": Guido Kalter, Vorstand Eurogarant AutoService AG © Foto: AUTOHAUS

Beim Versuch, die FLIs zufriedenzustellen, darf aber auch die eigene Klientel, sprich: die Reparaturwerkstätten, nicht vergessen werden. Guter Kundenzuspruch und eine stabile Auftragslage, wie Guido Kalter sie aktuell vermelden kann, sind also nur eine Seite der Medaille: "Wir müssen darüber hinaus garantieren, dass die Eurogarant-Betriebe in der Lage sind, auf alle erforderlichen Informationen zuzugreifen, von echter Digitalisierung zu profitieren und den administrativen Aufwand im Tagesgeschäft so zu reduzieren, dass möglichst viel Zeit für die Kernkompetenz der Werkstatt bleibt: Die Reparatur laut Herstellervorgabe", fasst der für Schadenmanagement zuständige AG-Vorstand die Herausforderungen zusammen.

App liefert wichtige Informationen

Um dies zu leisten, setzt man in Friedberg auf echte Hightech: Fortschrittlichste Schnittstellentechnologien, Webtransfers und KI-Tools sollen die digitale Transformation weiter vorantreiben. Eines der Kernprodukte ist dabei eine neue Kunden-App, die den Fahrern der Flottenunternehmen zur Verfügung gestellt wird. Kommt es zum Unfallschaden, kann über die moderne Software die vom Fuhrpark bereitgestellte Datenbasis deutlich angereichert werden, was eine zielgerichtete Schadenbearbeitung durch die beauftragte Werkstatt ermöglicht.

Komplettprozess kommt Ende 2026

Zu den Highlights gehören eine datenschutzkonforme Bilderkennung, die automatisierte Auslesung des Fahrzeugscheins sowie die digitale Darstellung der Schadenaufnahme, an die gegebenenfalls eine Vorkalkulation gekoppelt werden kann. Zu diesem Zweck ist ein Austausch mit verschiedenen Schadensystemen in Realtime möglich.

Bilder vom Schaden sorgen für eine erste zeitnahe Einschätzung, ob umgehende Hilfe erforderlich ist und eine Vorabkalkulation erstellt werden sollte. Durch die Zusammenführung der Daten aus der App mit den Informationen von den Fuhrparks im Eurogarant-System kann in Zukunft fast immer ein vollständiger Datensatz per Schnittstelle an die Werkstatt übermittelt werden. Alternativ können die Betriebe den Auftrag auch digital über numinos beziehen.

Der direkte Abgleich inklusive der Übermittlung von Bildern führt zu einer schnelleren und gezielten Kommunikation der im Schadenmanagement beteiligten Parteien, ist sich Guido Kalter sicher: "Perspektivisch planen wir, Daten und Kalkulationsvorschläge bei bestimmten Schadenarten direkt ins System der Werkstatt zu spielen, um die Betriebe in puncto Admin-Tätigkeiten zu entlasten. An der Schnittstellentechnologie wird momentan noch entwickelt. Hier denken wir, dass wir Ende 2026 bereit sind, den kompletten Prozess für einfach gelagerte Schäden abzubilden.“

Digitalisierte Vermittlung

Fortschritte in Sachen papierlose Werkstatt gibt es auch in der Auftragsabwicklung. Betriebe, die nicht per Schnittstelle an die Eurogarant-Systeme angebunden sind, mussten bisher Aufträge als PDFs erhalten, ausfüllen und zurücksenden. Stattdessen erhalten die Werkstätten künftig per E-Mail einen Link zugeschickt, der sie zu einem digitalen Vermittlungsauftrag führt. Direkt in einem Onlineformular im internen Schadenmanagementsystem können die Betriebe den Auftrag nun einsehen, bewerten und mit nur einem Klick annehmen. Ein Ausdruck auf Papier ist ebenfalls noch möglich, allerdings nur noch dann notwendig, wenn dies für den internen Werkstattgebrauch gewünscht oder erforderlich sein sollte.

In gemeinsamen Workshops mit Werkstätten wird derzeit an einem digitalen Portal gearbeitet, das die Zusammenarbeit mit Eurogarant weiter verbessern soll. © Foto: gettyimages/Cunaplus_M.Faba, Torsten Amlung

Gemeinsames Portal in Arbeit

Ebenfalls in enger Abstimmung mit den Eurogarant-Betrieben befasst man sich aktuell mit einem digitalen Werkstattportal. In einem ersten Schritt wurden gemeinsame Workshops einberufen, um im direkten Austausch eine optimale Nutzerfreundlichkeit im Arbeitsalltag sicherzustellen. Die Ergebnisse fließen direkt in die Entwicklung mit ein. Als Hauptvorteile des neuen Portals hat man folgende Elemente definiert: komplette Übersicht der vermittelten Schäden, saubere Gliederung nach Bearbeitungsthemen sowie einen klaren Blick auf den Status des einzelnen Falls über einen Direktzugang per numinos.

Eine verbesserte Kommunikation mit der Werkstatt soll künftig telefonische Rückfragen reduzieren helfen. AG-Vorstand Guido Kalter setzt große Hoffnungen auf das Projekt: "Dieser stark optimierte, digitale Austausch legt den Grundstein für weitere Verbesserungen in den einzelnen Produkten der Eurogarant AutoService AG. Dies eröffnet die Perspektive, Prozesse in Teilbereichen wie Glas, Panne und anderen Schadensegmenten neu zu denken."

Save the date

Seit Jahren gehört "Flotte! Der Branchentreff" zu den Pflichtterminen für Fuhrparkverantwortliche. Mit mehr als 340 Ausstellern und über 3.000 Entscheidern vor Ort war die letzte Ausgabe 2025 keine Ausnahme. Bei der Eurogarant AutoService AG musste man deshalb nicht lange überlegen: "Das Branchenevent im März ist für uns ein wichtiger Termin, um mit Fuhrparkverantwortlichen persönlich ins Gespräch zu kommen. Unsere Kundenbetreuung freut sich auf anregende Gespräche und ist für Sie da", freut sich Guido Kalter.
Termin und Ort: 25. und 26. März, Messe Düsseldorf, Halle 6, Stand 6/D06a

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