Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) hat dem Grünen-Politiker Cem Özdemir zu seinem Wahlsieg in Baden‑Württemberg gratuliert und die Bedeutung des Landes für die künftige Mobilitätspolitik hervorgehoben. In einem Schreiben an den designierten Regierungschef betonte VAD-Präsident Burkhard Weller: "Im Stammland des Automobils übernehmen Sie eine große Verantwortung." Baden‑Württemberg sei nicht nur Industriestandort, sondern politisch ein zentraler Taktgeber für Mobilitätsfragen in Deutschland und Europa.
Der Verband verweist darauf, dass im Südwesten rund 62.000 Beschäftigte in mehr als 1.500 Autohäusern arbeiten – und damit täglich im direkten Kontakt mit den Fragen und Sorgen der Verbraucher stehen. Welche Technologie ist die richtige? Bleibt Mobilität bezahlbar? Wie gelingt der Mix aus Umwelt‑ und Klimaschutz? Der Handel sehe sich als "unmittelbare Schnittstelle zwischen Industrie, Politik und Kunden", hieß es.
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Vor diesem Hintergrund bietet der Verband der künftigen Landesregierung einen engen Austausch an. "Unsere Händler kennen die Erwartungen und Sorgen der Verbraucher sehr genau", erklärte Weller einer Verbandsmitteilung zufolge. Dieses Praxiswissen wolle der VAD aktiv "in den politischen Dialog über die Mobilität der Zukunft einbringen". Özdemir wurde zudem eingeladen, einen Mitgliedsbetrieb vor Ort zu besuchen, um die Situation des Handels aus nächster Nähe kennenzulernen.
Der Verband der Automobilhändler Deutschlands wurde im Oktober 2025 gegründet und sieht sich als Vertretung von rund 6.000 Händlerbetrieben. Die Branche beschäftigt bundesweit über 300.000 Menschen, erwirtschaftet 128 Milliarden Euro Umsatz und verkauft jährlich fast drei Millionen Neuwagen sowie rund 6,5 Millionen Gebrauchtwagen.
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