Die Kosten für Kfz-Reparaturen sind im Jahr 2025 erneut deutlich gestiegen. Laut der aktuellen Schadenanalyse der CarGarantie erreichten die durchschnittlichen Reparaturkosten einen neuen Höchstwert von 764 Euro. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Trend steigender Aufwendungen fort. Bereits 2024 waren die Ausgaben stark auf im Schnitt 718 Euro gestiegen – der erneute Sprung zeigt, dass die Branche weiterhin unter wirtschaftlichem Druck und zunehmender technischer Komplexität leidet.

CarGarantie wertet jährlich rund eine Million ausgelaufene Garantieverträge für Neu‑ und Gebrauchtfahrzeuge aus, um Trends in Schadenshöhe und Häufigkeit zu ermitteln. Die Analyse macht deutlich: Die Kombination aus globalen Unsicherheiten, Lieferkettenproblemen und steigenden Löhnen sowie Materialkosten belastet die Reparaturbudgets. Zugleich treiben moderne Modellgenerationen mit ihren sensiblen elektronischen Systemen die Werkstattkosten weiter nach oben. Immer mehr Funktionen basieren auf elektrischen Steuergeräten, Sensoren und Assistenzsystemen – und deren Reparaturen sind aufwendiger denn je. 

Die Verschiebung im Schadenspektrum zeigt sich vor allem bei Neuwagen. Erstmals ist die elektrische Anlage die teuerste Baugruppe: Ihr Anteil an der Gesamtregulierungssumme liegt bei 19,3 Prozent und überholt damit den Motor, der auf 16,9 Prozent fällt. Auch bei Gebrauchtwagen steigt der Anteil elektrischer Schäden weiter – von 12,9 auf 13,6 Prozent.

In der Schadenhäufigkeit bleiben elektrische Komponenten ebenfalls Spitzenreiter: Bei Neuwagen steigt ihr Anteil auf 28,8 Prozent, bei Gebrauchtwagen auf 23,2 Prozent.

Der Trend ist auch für Werkstätten deutlich spürbar. Laut DAT‑Report 2026 geben fast 60 Prozent der Halterinnen und Halter an, Werkstätten aufgrund steigender Kosten seltener aufzusuchen. Für den Handel bedeutet das eine geringere Auslastung, sinkende Erträge – und eine wachsende Distanz zum Kunden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Absicherung gegen Reparaturkosten weiter an Bedeutung. 

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"Entspannung ist nicht in Sicht" 

CarGarantie‑Vorstandschef Marcus Söldner sieht die Branche umfassend gefordert: "Die Entwicklung bestätigt unsere Erwartungen. (…) Dass wir nun die Marke von über 760 Euro erreichen, unterstreicht, wie stark die sich überlagernden Einflussfaktoren auf die Automobilbranche wirken. Eine baldige Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Umso wichtiger ist eine konsequente Absicherung gegen diese Risiken." Garantielösungen würden helfen, steigende Kosten abzufedern und die Kundenzufriedenheit langfristig zu sichern.

Auch beim Zeitpunkt des Schadeneintritts gibt es kaum Veränderungen: Rund 27,5 Prozent der Schäden bei Gebrauchtwagen treten innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf, etwa 20 Prozent erst nach mehr als 25.000 Kilometern. Das zeigt, dass moderne Baugruppen nicht nur teuer sind, sondern auch während der gesamten Nutzungsdauer Ausfallrisiken bergen.

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