Die Autohausgruppe Schade baut ihr Engagement in der Elektromobilität aus – diesmal im schweren Nutzfahrzeugsegment. Am Standort Bad Hersfeld hat das Unternehmen gemeinsam mit Amazon, Daimler Truck und DAKAS Logistics die Grundlage für die künftige Servicebetreuung vollelektrischer Lkw geschaffen. Hintergrund ist die Planung von Amazon, in diesem Jahr rund 55 Mercedes‑Benz eActros bundesweit einzusetzen. Ein Teil der Fahrzeuge soll künftig von Schade gewartet und betreut werden. 

Wie das Autohaus Schade mitteilte, stellten die Projektpartner bei einem gemeinsamen Termin am "Giegenberg" die Leistungsfähigkeit der Gruppe und die geplante Zusammenarbeit vor. Nach Angaben der Beteiligten geht es dabei nicht nur um punktuelle Serviceleistungen, sondern um einen strukturierten Aufbau von Know-how und Prozessen für die Hochvolt‑Technik moderner Elektro-Lkw. Schade präsentierte in diesem Zusammenhang das Konzept eines "Daimler Truck Service Hub der Zukunft" – mit einem Leistungsspektrum von Wartung und Inspektion über Reparaturen bis zur Ersatzteilversorgung und Unterstützung im Pannenfall. 

Ein Schwerpunkt lag auf den technischen Anforderungen der neuen Fahrzeuggeneration. Bei einer Werkstattbesichtigung sowie einer Präsentation des eActros 600 verschafften sich die Teilnehmer ein Bild von den Besonderheiten bei Diagnose, Instandsetzung und Sicherheitsanforderungen. Auch eine Testfahrt mit anschließendem Ladestopp gehörte zum Programm – als Praxisschritt, der verdeutlichen sollte, wie sich Betrieb, Energiebedarf und Einsatzlogik im Alltag verändern. 

Elektro-Lkw im Alltag: "Wandel aktiv begleiten" 

Für Schade ist die Kooperation auch ein strategischer Schritt: Der Service für elektrische Nutzfahrzeuge wird als Wachstumsfeld verstanden, das mit dem Hochlauf großer Flotten an Bedeutung gewinnt. "Die Zusammenarbeit mit starken Partnern wie Amazon und DAKAS zeigt, welches Potenzial in der Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich steckt", erklärte Mika Schade, Projektmanager und Gesellschafter der Autohausgruppe, laut Mitteilung. "Mit unserer Erfahrung im Truck-Service sind wir gut aufgestellt, um diesen Wandel aktiv zu begleiten."

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Die Partner bewerten den Auftakt der Zusammenarbeit als erfolgreich und sehen Potenzial für den weiteren Ausbau nachhaltiger Logistiklösungen. Für die Region und darüber hinaus könnte das Projekt vor allem eines bedeuten: dass die Transformation im Transportsektor nicht nur über Fahrzeuge entschieden wird, sondern ebenso über die Service-Infrastruktur, die sie verlässlich am Laufen hält.

Die Schade Gruppe hat ihren Sitz in Eisenach. An Standorten in Hessen und Thüringen werden die Marken Mercedes-Benz, Hyundai, Skoda, Xpeng und Daimler Truck vertreten. Aktuell steckt das Familienunternehmen mit rund 600 Mitarbeitenden in einer umfassenden Neustrukturierung (wir berichteten).

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