Chinas größter Hersteller von Elektroautos und Plug‑in‑Hybriden hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals seit vier Jahren einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Nettogewinn sank um 19 Prozent auf umgerechnet rund 4,1 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Minus von etwa zwölf Prozent gerechnet. Auch beim Umsatz blieb BYD hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund idt der imer stärker werdende Preiskampf auf dem Heimatmarkt, der die Margen massiv drückt.
In der Börsenmitteilung spricht BYD von "anhaltenden Preiskämpfen und einem hochkompetitiven Marktumfeld". Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung im vierten Quartal 2025. In den Monaten Oktober bis Dezember brach der Konzerngewinn im Jahresvergleich um mehr als 38 Prozent ein. BYD‑Chef Wang Chuanfu fand daher ungewöhnlich klare Worte, wie das "Handelsblatt" berichtet. Der Wettbewerb habe seinen Höhepunkt erreicht und befinde sich in einer "brutalen K.o.-Phase". Viele Hersteller seien gezwungen, Margen zu opfern, um Marktanteile zu halten oder auszubauen. Zudem belastete das Auslaufen staatlicher Steuervergünstigungen für sogenannte New‑Energy‑Vehicles den Absatz.
Absatz wächst – Marktstellung wackelt
Trotz der wirtschaftlichen Belastungen steigerte BYD den Absatz im Gesamtjahr 2025 um knapp acht Prozent auf rund 4,6 Millionen Fahrzeuge. Damit erfüllte der Konzern sein zuvor nach unten angepasstes Absatzziel. In den ersten beiden Monaten 2026 fiel BYD auf dem chinesischen Markt jedoch auf Rang vier zurück – hinter Volkswagen, Geely und Toyota.
Als wichtiger Wachstumstreiber gilt bei BYD das internationale Geschäft. Erstmals überschritt BYD 2025 die Marke von einer Million exportierter Elektro‑ und Plug‑in‑Hybridfahrzeuge. Mit 1,05 Millionen Einheiten stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahr um rund 40 Prozent. Für 2026 peilt der Konzern 1,3 Millionen Verkäufe außerhalb Chinas an.
Hohe Investitionen in Technologie
Parallel investiert BYD weiter kräftig in Forschung und Entwicklung. Die Ausgaben stiegen hier laut Börsenmitteilung im letzten Jahr um 17 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro. Erst vor kurzem stellte der Hersteller eine neue Generation der Blade‑Batterie sowie eine Schnellladetechnologie vor, die in wenigen Minuten große Reichweitengewinne ermöglichen soll. Um die Attraktivität von Elektroautos weiter zu erhöhen, plant BYD nach eigenen Angaben bis Ende 2026 den Aufbau von rund 20.000 so genannten Flash‑Charging‑Stationen in China. Damit will der Konzern die Alltagstauglichkeit seiner Modelle erhöhen und sich vom Verbrennerantrieb absetzen.
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