Elektroautos werden günstiger, leistungsfähiger und vielfältiger. Zugleich verschiebt sich die Nachfrage stärker in kleinere Fahrzeugklassen, wie aus dem "Electromobility Report 2026" des Center of Automotive Management (CAM) hervorgeht.
Demnach ist die Zahl der in Deutschland angebotenen E-Auto-Modelle von 134 im Jahr 2024 auf 155 in den ersten drei Monaten 2026 gewachsen. Dominiert wird das Angebot weiterhin von SUV, die mit 86 Modellen rund 55 Prozent des Gesamt-Portfolios stellen. Bei den Neuzulassungen verliert das SUV-Segment aber an Gewicht: Sein Anteil sank im gleichen Zeitraum von 57 auf 49 Prozent. Gleichzeitig gewinnen kleinere und mittlere Klassen an Bedeutung. Ihr Anteil an den Elektro-Neuzulassungen stieg von 10 auf 24 Prozent. Hintergrund ist auch das gewachsene Angebot in diesen Segmenten, das von 17 auf 29 Modelle zulegte.
Preise für E-Autos sinken
Parallel dazu sinken die Preise. Der nach Neuzulassungen gewichtete durchschnittliche Listenpreis ohne Sonderausstattung und Rabatte fiel von 56.669 Euro im Jahr 2024 auf 52.934 Euro im Jahr 2026. Besonders deutliche Rückgänge registrierte das CAM in volumenstarken Klassen wie bei kleinen SUV, in der Mittelklasse und in der oberen Mittelklasse. Technisch haben die E-Autos ebenfalls zugelegt. Die durchschnittliche Reichweite stieg der Studie zufolge von 376 Kilometern im Jahr 2022 auf 480 Kilometer 2026. Die durchschnittliche Ladeleistung legte im selben Zeitraum von 116 auf 171 kW zu.
Trotz der Fortschritte sieht CAM-Leiter Stefan Bratzel den Preis weiter als zentrales Hemmnis für den Markthochlauf. Derzeit gebe es nur 18 Elektromodelle zu einem Listenpreis von unter 30.000 Euro. Vor allem für preissensible Kundengruppen bleibe das Einstiegsangebot damit begrenzt. Zugleich rechnet das Institut damit, dass Hersteller die Attraktivität von E-Autos künftig verstärkt über günstigere Leasingangebote erhöhen, auch um die verschärften CO2-Flottenziele der EU zu erreichen.
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