Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen drei klassische Schadenfälle aus dem Werkstattalltag: der Austausch der Windschutzscheibe, Frontschäden mit beschädigtem Stoßfänger und Scheinwerfer sowie Heckschäden am Stoßfänger.

Bereits beim Scheibentausch zeigt sich ein deutlich erhöhtes Kostenniveau. Laut ADAC liegen die Kosten bei vielen Modellen bei über 1.000 Euro und können je nach Fahrzeug deutlich darüber hinausgehen.

Noch höher fallen die Beträge bei Front- und Heckschäden aus. Hier bewegen sich die Reparaturkosten je nach Modell im Bereich von mehreren tausend Euro – auch bei vergleichsweise typischen Beschädigungen.

Assistenzsysteme erhöhen Arbeitsumfang

Als wesentlichen Treiber nennt der ADAC die zunehmende technische Ausstattung moderner Fahrzeuge. Sensoren und Kameras sind häufig direkt in Bauteile wie Windschutzscheiben oder Stoßfänger integriert.

Für die Reparatur bedeutet das: Nach dem Austausch dieser Komponenten ist eine Kalibrierung der Fahrerassistenzsysteme erforderlich. Dadurch entstehen zusätzliche Arbeitsschritte im Reparaturprozess.

Bauteiltausch statt Instandsetzung

Der ADAC weist zudem darauf hin, dass viele Fahrzeugkomponenten so ausgelegt sind, dass sie nicht einzeln repariert werden können. Stattdessen müssen komplette Bauteile ersetzt werden. Gerade bei Schäden im Frontbereich führt das zu deutlich höheren Materialkosten, da etwa Stoßfänger oder Scheinwerfer als Einheit ausgetauscht werden.

Die Analyse zeigt außerdem, dass die Reparaturkosten je nach Fahrzeugmodell deutlich variieren. Auch bei vergleichbaren Fahrzeugen ergeben sich teilweise erhebliche Unterschiede bei den Kosten für identische Schadensbilder.

Die ADAC-Auswertung macht deutlich: Selbst alltägliche Reparaturen sind zunehmend mit höheren Kosten und zusätzlichem Aufwand verbunden. Hauptursache ist die wachsende technische Komplexität moderner Fahrzeuge sowie die Bauweise vieler Komponenten, die einen Austausch statt einer Reparatur erforderlich macht.

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