Die Motor‑Nützel Gruppe baut ihr Vertriebsgebiet für die Marken Cupra und Seat aus. Künftig ist das Unternehmen offizieller Vertragshändler an den Standorten Hof, Zwickau, Freiberg und Chemnitz. Damit erweitert Motor‑Nützel sein bestehendes Cupra/Seat‑Netz, das bislang Betriebe in Bayreuth, Bamberg/Scheßlitz und Mitterteich umfasst, deutlich. Abgebender Händler ist die Schneider Gruppe mit Sitz in Chemnitz.
"Wachstum ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie", sagte Steffen Rump, kaufmännischer Geschäftsführer der Motor‑Nützel Gruppe, am Donnerstag laut einer Mitteilung. "Die Übernahme der neuen Vertriebsgebiete bietet uns eine hervorragende Möglichkeit, uns als erster Ansprechpartner für Cupra und Seat in diesen Regionen zu etablieren."
Markenentwicklung als Wachstumstreiber
Cupra und Seat sind seit 2022 Teil des Nützel-Portfolios. Aus Sicht der Geschäftsführung hat sich diese Entscheidung als richtig erwiesen. "Diese Entscheidung hat sich als absolut richtig erwiesen", erklärte Alexander Pflaum, Geschäftsführer Vertrieb. Beide Marken stoßen auf eine sehr positive Kundenresonanz. "Insbesondere die Modelle von Cupra verbinden Elektromobilität mit sportlichem Charakter und sprechen damit gezielt eine jüngere, design‑ und erlebnisorientierte Zielgruppe an."
Die Expansion folgt damit einer klaren strategischen Linie. Seit der Aufnahme der Marken Cupra und Seat vor vier Jahren verzeichnet die Autohausgruppe eine dynamische Entwicklung. 2024 wurde Motor‑Nützel mit dem Newcomer‑Preis des spanischen Herstellers ausgezeichnet, 2026 zählt das Unternehmen zu den drei Top‑Nominierten für den nationalen Sales Award in Barcelona.
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Ein wesentlicher Grundstein für die Nützel-Ausrichtung nach Sachsen war zudem die Übernahme der AHC‑Gruppe im Jahr 2025. Mit besonderem Fokus auf die Region Chemnitz soll das Marktgebiet entlang der A72 systematisch erschlossen werden, wie es hieß. Die Integration der vier Betriebe der Schneider Gruppe markiere nun den nächsten Schritt dieser Strategie.
Stufenweise Integration geplant
Um einen reibungslosen Post‑Merger‑Integrationsprozess sicherzustellen, erfolgt die Eingliederung der neuen Standorte laut schrittweise. Den Auftakt bildet Hof am 15. Mai, in den darauffolgenden Monaten sind Zwickau, Freiberg und Chemnitz an der Reihe. An allen vier Standorten übernehme man die vollständige Belegschaft der bisherigen Betriebe, so Motor-Nützel.
Auch die Schneider Gruppe bewertet den Übergang positiv. "Die Übertragung der Cupra- und Seat-Händlerverträge erfolgte in einem vertrauensvollen Miteinander. Mit Motor‑Nützel übernimmt eine erfahrene und zugleich zukunftsorientierte Autohausgruppe die Verantwortung für die Standorte Hof, Zwickau, Freiberg und Chemnitz", betonte Marko Schneider, Geschäftsführer der Schneider Gruppe GmbH. Für die Kunden ändere sich vor allem eines nicht: Sie könnten weiterhin auf erstklassige Beratung und Service vertrauen.
Motor-Nützel gehört mit über 1.400 Mitarbeitenden an 19 Standorten mit 36 Filialen zu den größten Autohausgruppen in Nordbayern und Sachsen. Den Schwerpunkt des Produktportfolios bilden die Marken des VW-Konzerns – zuletzt wurde das Angebot um Toyota- und MG-Modelle erweitert. Der Jahresabsatz liegt bei rund 20.000 Fahrzeugen.
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