Im Zuge des E-Bike-Booms nutzen Menschen stärker das Fahrrad, um von A nach B zu gelangen. Das zeigt sich auch in den Unfallzahlen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war im Jahr 2025 nach vorläufigen Ergebnissen jede sechste (16,4 %) im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 462 Radfahrer bei einem Unfall, darunter 217 mit einem Pedelec – umgangssprachlich als E-Bike bezeichnet.

Mehr als fünfmal so viele Pedelec-Verkehrstote in nur neun Jahren

Die Zahl der getöteten Radfahrer insgesamt ist damit gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu 2015 nahm sie um 20,6 Prozent zu. Der Anstieg ist auf die zunehmende Zahl von getöteten Pedelec-Nutzern zurückzuführen (2024: 195 Getötete; 2015: 36 Getötete).

Zum Vergleich: Insgesamt war die Zahl aller Verkehrstoten im letzten Jahr 1,8 Prozent höher als im Jahr 2024 und ging gegenüber dem Jahr 2015 um 18,4 Prozent zurück.

Ältere Radfahrer besonders gefährdet

Ältere Radfahrende sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Im Jahr 2025 waren 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Fahrradfahrerinnen und -fahrer 65 Jahre und älter. Während der entsprechende Anteil bei tödlich Verunglückten mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor bei 56,3 Prozent lag, waren 67,3 Prozent der getöteten Pedelec-Fahrenden 65 Jahre oder älter.

Radler kollidieren am häufigsten mit Autos

An einem Großteil (66,5 %) der 95.794 Fahrradunfälle mit Personenschaden war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 69,8 Prozent der Fälle war dies ein Autofahrer (44.463 Unfälle). 

Knapp ein Drittel (31,1 %) der Fahrradunfälle mit Personenschaden sind Alleinunfälle, das heißt es war kein anderes Fahrzeug beteiligt. Gab es einen Unfallgegner, trugen Fahrradfahrer an knapp drei von zehn dieser Unfälle mit Personenschaden die Hauptschuld (28,6 %). Je nach Unfallgegner zeigen sich allerdings Unterschiede: Bei Unfällen mit Fußgängern wurde der Person auf dem Fahrrad häufiger (58,1 %) die Hauptschuld angelastet. Kollisionen mit Krafträdern wurden in der Hälfte (54,7 %) der Fälle von den Radfahrern verschuldet. Waren Autofahrer beteiligt, trugen die Radfahrenden in 25,3 Prozent der Fälle die Hauptschuld. Bei Fahrradunfällen mit Güterkraftfahrzeugen lag der Anteil noch darunter: Zu 21,4 Prozent wurde hier die Hauptschuld beim Radler gesehen.

2025 gab es insgesamt 1.038 Unfälle mit Personenschaden, an denen eine Person zu Fuß und eine Person auf einem Pedelec beteiligt waren. Bei weiteren 3.399 Unfällen mit den gleichen Beteiligten hatte das Fahrrad keinen Hilfsmotor. Bei den Pedelec-Unfällen kam es laut Destatis etwas häufiger zu Verletzungen der Beteiligten: In diesen Fällen kamen auf 100 Unfälle mit Personenschaden im Schnitt 16 Schwerverletzte und 119 Leichtverletzte. Getötet wurde niemand. Bei Kollisionen mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor kamen auf 100 solcher Unfälle 0,2 Getötete, 14 Schwer- und 110 Leichtverletzte.

Methodische Hinweise 

Bei Getöteten auf Fahrrädern werden auch Mitfahrerinnen und Mitfahrer wie zum Beispiel Kinder mitgezählt.

Pedelecs im Sinne der Statistik der Straßenverkehrsunfälle sind Fahrräder mit Trethilfe und einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit progressiv verringert und spätestens beim Erreichen von 25 km/h unterbrochen wird.

Welche Bevölkerungsgruppen wie viel Kilometer mit welchen Verkehrsmitteln zurücklegen, wird im Rahmen der Verkehrsunfallstatistik nicht erfasst.

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