Mercedes‑Benz kommt beim Umbau seines deutschen Vertriebsnetzes weiter voran. Im Mittelpunkt steht der Verkauf der bislang konzerngeführten Niederlassungen an private Investoren. Konkrete Zahlen zum aktuellen Stand oder Zeitplan nennt das Unternehmen auf Anfrage nicht, aber: "Mercedes-Benz befindet sich weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit potenziellen Erwerbern. Das Unternehmen stößt unverändert auf eine positive Resonanz und hohe Nachfrage", erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber AUTOHAUS.
Einzelprüfung der Standorte
Bei der Auswahl möglicher Käufer setzt Mercedes‑Benz bekanntlich nicht nur auf finanzielle Kriterien. Ausschlaggebend ist ein umfassender Ansatz, der mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören den Angaben zufolge unter anderem Erfahrung im Automobilhandel, Investitionsbereitschaft, wirtschaftliche Stärke und ein langfristiges Konzept.
Der Stuttgarter Autobauer hatte Mitte 2025 den Verkaufsprozess seiner verbliebenen rund 80 Niederlassungsbetriebe mit rund 8.000 Mitarbeitenden gestartet (wir berichteten). Dieser erfolgt in Wellen und nicht als geschlossener Verkauf auf einmal. Mit der Neuordnung verfolgt Mercedes‑Benz das Ziel, das Vertriebsnetz langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen – sowohl wirtschaftlich als auch organisatorisch. Dabei sollen auch die Interessen von Kunden und Beschäftigten berücksichtigt werden.
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Erster Deal war die Veräußerung des Standorts Ulm/Neu-Ulm an die neu formierte Sterne-Gruppe, hinter der die renommierten Händlergruppen KreuterMedeleSchäfer sowie Abel + Ruf stehen. In diesem Jahr sorgten die Übernahmen durch die Autohäuser Lueg (Niederlassung Wuppertal), Rosier (Hannover) und Riess (Reutlingen) für Schlagzeilen.
Agenturmodell bleibt zentraler Baustein
Parallel zur Neuaufstellung des Händlernetzes verfolgt Mercedes weiterhin den Umbau des eigenen Vertriebs hin zum Agenturmodell. Das Modell habe sich aus Sicht des Unternehmens bis heute bewährt und werde weiterentwickelt, so der Sprecher.
Mit der Neuordnung verfolgt Mercedes‑Benz das Ziel, das Vertriebsnetz langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen – sowohl wirtschaftlich als auch organisatorisch. Dabei sollen auch die Interessen von Kunden und Beschäftigten berücksichtigt werden.
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