In Brilon ist ein neuer Ladepark für Lkw, Transporter und Pkw in Betrieb gegangen. Realisiert wurde der Standort an der Möhnestraße von der TankE GmbH gemeinsam mit Witteler Automobile. Zur Eröffnung kamen nach Angaben der Autohausgruppe Witteler rund 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft. Ziel des Projekts ist es, die Ladeinfrastruktur in der Region auszubauen – mit besonderem Fokus auf Nutzfahrzeuge.

Der Ladepark umfasst insgesamt 18 Ladepunkte: zwölf Ultraschnellladepunkte (DC) mit 200 bis 400 kW sowie sechs Normalladepunkte (AC) mit 22 kW. Die Lkw-Ladeplätze sind so ausgelegt, dass das Laden ohne Absatteln möglich ist. Der Zugang ist öffentlich; gezahlt werden kann über gängige Ladekarten und Apps sowie per Ad-hoc-Laden. Nach Betreiberangaben wird an allen Stationen mit 100 Prozent Ökostrom geladen. Betrieb und Service übernehmen TankE und Witteler Automobile gemeinsam.

TankE-Geschäftsführer Michael Krystof verwies auf die Rolle des Standorts für Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren wollen, ohne am Depot Ladepunkte aufzubauen: "Mit dem Ladepark in Brilon schaffen wir eine leistungsstarke, öffentlich zugängliche Infrastruktur. Diese unterstützt Unternehmen beim Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge – insbesondere dort, wo sie keine eigene Ladeinfrastruktur am Depot realisieren können."

"Logischer und wichtiger Schritt"

Auch Witteler sieht den Ladepark als Ergänzung zum eigenen Fahrzeuggeschäft. Paul Witteler, Geschäftsführer der Paul Witteler GmbH, sagte: "In unseren Autohäusern bieten wir auch Elektrofahrzeuge an. Der Aufbau eines Ladeparks ist daher der nächste logische und wichtige Schritt für uns. Mit TankE haben wir einen erfahrenen Partner für den Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur an unserer Seite." 

Politische und institutionelle Vertreter ordneten den Standort als Signal für den regionalen Ausbau ein. Der Europaabgeordnete Peter Liese betonte: "Hier in Brilon kann man besichtigen, was möglich ist, um unabhängig von fossilem Öl und den damit verbundenen Preisschwankungen zu werden und wie wir konkret etwas für den Umweltschutz tun können." Der Ladepark biete umweltfreundliche Lademöglichkeiten für das Sauerland, Südwestfalen und darüber hinaus. Maximilian Fremery, Manager Technik Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge bei der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, kommentierte: "Dieser Standort zeigt sehr konkret, worauf es beim Hochlauf der Elektromobilität ankommt: auf leistungsfähige Infrastruktur, auf verlässliche Partner und auf Lösungen, die sich am tatsächlichen Bedarf vor Ort orientieren." 

Neben der Ladeinfrastruktur setzt der Standort auf Zusatzangebote, die vor allem im Nutzfahrzeugverkehr relevant sind: Ein 24/7-Automatenkiosk sowie Sanitärbereiche mit Dusche und WC sollen längere Standzeiten abfedern. Witteler Automobile ist als Autohausgruppe an sieben Standorten in der Region aktiv und vertritt nach eigenen Angaben mehrere Pkw- und Nutzfahrzeugmarken, darunter Mercedes-Benz, Smart, Ford, Skoda, Fuso und MAN.

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