Mit der neuen Fahrzeugarchitektur STLA One will der Mehrmarkenkonzern Stellantis seine Modell- und Plattformstrategie vereinfachen. Bis 2030 sollen mehr als die Hälfte des Pkw-Volumens auf drei globalen Plattformen basieren, die laut Hersteller bis zu 70 Prozent gemeinsame Komponenten nutzen. Ziel sind kürzere Entwicklungszeiten, geringere Komplexität und eine um rund 20 Prozent höhere Kosteneffizienz.

Kern der Strategie ist die neue modulare Plattform STLA One, die für Modelle der Segmente B, C und D ausgelegt ist und verschiedene Antriebsarten unterstützen soll. Die Architektur ist skalierbar aufgebaut und soll langfristig mehr als 30 Modelle tragen. Die Einführung ist für 2027 geplant.


Technik verstehen - Vom Elektroantrieb zum Scheinwerfer


STLA One ist zudem die erste Plattform des Konzerns, die für die Integration von STLA Brain, STLA SmartCockpit und Steer-by-Wire-Technik vorgesehen ist. Hinter STLA Brain steckt eine neue zentrale Elektronik- und Rechnerarchitektur, die Funktionen schneller ausrollen und die Zahl einzelner Steuergeräte reduzieren soll. Das SmartCockpit setzt auf eine markenübergreifende Infotainment- und Displaystruktur mit KI-Integration.

Auch bei der Batterietechnik setzt Stellantis auf Vereinheitlichung. STLA One wird 800-Volt-fähig sein und sogenannte Cell-to-Body-Batterien unterstützen, bei denen die Zellen direkt in die Fahrzeugstruktur integriert werden. Zudem plant der Konzern einen stärkeren Einsatz von kostengünstigeren LFP-Batterien.

Vorgestellt wurde die Plattform im Rahmen eines neuen Strategieplans für den Gesamtkonzern. Im Rahmen dieser Präsentation haben Peugeot und Opel bis 2030 sieben beziehungsweise vier neue und zum Teil auf STLA One basierende Baureihen angekündigt. Darunter sollen auch die für 2027 geplanten Neuauflagen von Peugeot 208 und Opel Corsa sein.

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