Die Hülpert Gruppe treibt ihre Neuausrichtung voran und baut am Dortmunder Phoenixsee eine neue Unternehmenszentrale. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Mehrmarkenhändler den Startschuss für das Großprojekt gegeben. Auf einem rund 20.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Berghofer Straße entsteht in den kommenden zwei Jahren ein neuer Standort, der Verwaltung, Vertrieb und Service unter einem Dach vereint.

Geplant ist laut Unternehmen ein viergeschossiger Gebäudekomplex mit einer Nettogeschossfläche von mehr als 5.000 Quadratmetern. Zum Konzept gehören neben modernen Büroflächen auch eine rund 1.200 Quadratmeter große Werkstatt sowie zusätzliche Show- und Servicebereiche. Künftig sollen dort die Marken Volkswagen, Skoda, Seat und Cupra vertreten sein. Zum Investitionsvolumen wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Mit dem Neubau verfolgt die Unternehmensgruppe mehrere Ziele: Sie will interne Abläufe effizienter gestalten, die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen stärken und zugleich die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen. Die Bündelung zentraler Funktionen an einem Standort soll Entscheidungswege verkürzen und die Kundennähe erhöhen.

"Die neue Zentrale ist weit mehr als ein bauliches Upgrade. Wir schaffen optimale Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden und verbessern gleichzeitig die Abläufe im gesamten Unternehmen. Dadurch können wir noch effizienter auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden eingehen", erläutert Michael Webels, Sprecher der Geschäftsführung der Hülpert Unternehmensgruppe, einer Mitteilung zufolge. 

Die Verantwortlichen beim Spatenstich Anfang Juli am Dortmunder Phoenixsee © Foto: Borgers GmbH

Fokus auf Mobilität und Nachhaltigkeit 

Der Neubau soll zugleich den Wandel der Automobilbranche widerspiegeln. Hülpert plant moderne Beratungs- und Kommunikationsflächen und berücksichtigt bereits in der Bauphase digitale Technologien sowie Nachhaltigkeitsaspekte. Vorgesehen sind unter anderem eine Photovoltaikanlage und eine Dachbegrünung auf rund 1.800 Quadratmetern.

Webels: "Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Themen wie Elektromobilität, digitale Services und vernetzte Mobilitätslösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die neue Unternehmenszentrale bietet uns die räumlichen und technischen Voraussetzungen, um diesen Wandel aktiv mitzugestalten."

Als Generalunternehmen begleitet die Borgers GmbH das Projekt von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe. "Wir realisieren dieses Bauvorhaben vom ersten Entwurf über die gesamte Planung bis zur schlüsselfertigen Erstellung", so die Bauprofis aus Stadtlohn. Zum Leistungsspektrum zählen die Entwicklung des Flächenkonzepts, die Ausarbeitung des architektonischen Entwurfs sowie die Genehmigungsplanung einschließlich Bauantrag. Mit dem Spatenstich hat nun die Umsetzungsphase des Projekts begonnen.

Bekenntnis zum Standort Dortmund

Mit dem Projekt setzt Hülpert auch ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Dortmund. Das Unternehmen sieht den Neubau als Investition in seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit und als Grundlage für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Die Fertigstellung und Eröffnung der neuen Zentrale ist für das Jahr 2028 vorgesehen. 

Die Hülpert Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 900 Mitarbeitende an 13 Standorten in Dortmund, Unna, Soest, Bergkamen und Recklinghausen. Mit etwa 17.000 verkauften Fahrzeugen jährlich und einem Jahresumsatz von rund 640 Millionen Euro zählt das Unternehmen zu den größten Automobilhandelsgruppen Deutschlands.


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