Der deutsche Pkw-Bestand bleibt klar von Verbrennungsmotoren geprägt. Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland knapp 50 Millionen Pkw zugelassen. Rund 90 Prozent davon befanden sich in privater Hand, ebenfalls etwa 90 Prozent wurden von Benzin- oder Dieselmotoren angetrieben. Mit 29,3 Millionen Fahrzeugen stellt der Benziner die mit Abstand größte Antriebsgruppe, gefolgt von 13,4 Millionen Dieselfahrzeugen. Die Zahl der rein batterieelektrischen Pkw lag bei gut zwei Millionen.
Ein anderes Bild zeigt sich bei den Neuzulassungen: Im ersten Halbjahr 2026 war fast jeder vierte neu zugelassene Pkw ein BEV. Die Elektromobilität gewinnt damit weiter an Bedeutung – sowohl bei privaten als auch bei gewerblichen Käufern. Gleichzeitig bleibt der Automarkt von Unsicherheit geprägt. Wirtschaftliche Belastungen, politische Unwägbarkeiten, Förderanreize, hohe Kraftstoffpreise und Lieferzeiten beeinflussen die Nachfrage und machen Prognosen schwieriger.
Pkw-Bestseller von Januar bis Juni 2026 – Top 20
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für gebrauchte Elektroautos. Die Zahl der privaten BEV-Besitzumschreibungen lag in den vergangenen eineinhalb Jahren regelmäßig über den privaten BEV-Neuzulassungen. Vor allem gebrauchte Elektroautos im Bereich um 20.000 Euro sind stark gefragt. Das Angebot wird dadurch knapp – auch weil die geringeren Neuwagenproduktionen während der Corona-Zeit und infolge des Ukraine-Kriegs heute im Gebrauchtwagenmarkt fehlen.
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Die Nachfrage nach neuen BEV zieht insbesondere bei Privatkunden an. Im ersten Halbjahr 2026 stieg ihr Anteil an den BEV-Neuzulassungen auf 45 Prozent, während gewerbliche Käufer 55 Prozent ausmachten. Hohe Kraftstoffpreise, staatliche Förderanreize und eine größere Modellvielfalt dürften die Entwicklung unterstützt haben.
Auch bei den Restwerten zeigt sich eine Trendwende: Die Werte gebrauchter BEV stabilisieren sich und entwickeln sich leicht nach oben. Verbrenner liegen zwar weiterhin deutlich höher, zeigen jedoch eine leichte Abwärtstendenz. Der Automarkt bleibt damit in Bewegung – und wird zunehmend von Volatilität geprägt.
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