Neue Fahrzeughersteller, mehr Modellvarianten und unterschiedliche technische Plattformen verändern den Reparaturalltag, ist der BVdP überzeugt. "Assistenzsysteme, Sensoren, Softwarestände, Hochvoltkomponenten und zahlreiche Ausstattungsvarianten erhöhen die Anforderungen an Schadenanalyse, Reparaturplanung und Teileidentifikation", teilt der Verband, der schwerpunktmäßig die auf Schadensteuerung spezialisierten K&L-Betriebe Deutschlands vertritt, heute in einer Presseerklärung mit.

Planung, Prüfung, Beschaffung – erst dann kommt die Reparatur

Der Aufwand beginne deshalb "lange vor dem ersten handwerklichen Arbeitsschritt". Denn zunächst müssten Fahrzeugdaten und Reparaturvorgaben geprüft, benötigte Bauteile eindeutig bestimmt und deren Verfügbarkeit geklärt werden.

Besonders die Teilebeschaffung entwickele sich zu einem immer wichtigeren Prozessfaktor. "Unterschiedliche Bezugswege, variierende Verfügbarkeiten, herstellerspezifische Vorgaben und teilweise lange Lieferzeiten erhöhen den organisatorischen Aufwand. Teilerückstände bleiben in vielen Fällen auf einem hohen Niveau und wirken sich unmittelbar auf Reparaturdauer, Standzeiten, Kundenkommunikation und Ersatzmobilität aus."

Wenn Teile fehlen, stockt der gesamte Prozess

Fehle ein benötigtes Ersatzteil, kann ein Fahrzeug häufig nicht fertiggestellt werden. In der Folge bleiben Arbeitsplätze und Stellflächen länger belegt, Termine müssen angepasst und Kunden informiert werden.

Bereits beschaffte Teile und ausgeführte Arbeiten binden zudem Kapital, weil der Auftrag noch nicht komplett abgeschlossen werden kann. Gleichzeitig steigen der organisatorische Aufwand und häufig auch der Bedarf an Ersatzmobilität, gibt der BVdP zu bedenken. Die Teileverfügbarkeit wirke sich damit unmittelbar auf Durchlaufzeit, Liquidität, Planungssicherheit und Kundenzufriedenheit aus. 

Partnerwerkstatt als Biundeglied aller Prozessschritte

Fachbetriebe für Karosserie und Lack übernehmen deshalb heute bereits "weit mehr als die eigentliche Reparatur", sagen BVdP-Präsident Reinhard Beyer und -Geschäftsführer Michael Pinto in Zusammenhang mit der gegenständlichen Thematik auch im. Rahmen öffentlicher Veranstaltungen: "Unsere Partnerbetriebe prüfen technische Anforderungen, identifizieren die benötigten Teile, klären Verfügbarkeiten und passen die Reparaturplanung an die tatsächlichen Bedingungen an. Gleichzeitig informieren sie Kunden und stimmen den weiteren Ablauf mit Versicherern, Schadensteuerern, Flottenbetreibern und anderen Beteiligten ab."

Die Partnerwerkstatt verbinde damit Technik, Teileversorgung, betriebliche Planung und Kundenkommunikation. Diese Leistung sei "entscheidend dafür, dass der Schadenprozess trotz wachsender Komplexität verlässlich funktioniert".

Offizielle Position des BVdP

Aus Sicht des BVdP ist die steigende Vielfalt an Marken und Teilen kein Randthema: "Sie beeinflusst unmittelbar die Reparaturqualität, die Planungssicherheit und das Kundenerlebnis." 

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