Der Fachkräftemangel zählt zu den größten Herausforderungen der Automobilbranche. Die Glinicke Gruppe setzt deshalb verstärkt auf direkte Begegnungen und frühe Berufsorientierung. Beim Zukunftstag im Kasseler Messinghof stellte das Unternehmen Schülerinnen und Schülern, Berufseinsteigern, Jobsuchenden und Quereinsteigern die vielfältigen Karrierewege innerhalb der Unternehmensgruppe vor.
Rund 190 Schülerinnen und Schüler verschiedener Kasseler Schulen nutzten allein am Vormittag die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Unternehmens zu blicken. Am Nachmittag richtete sich die Veranstaltung an weitere Zielgruppen, darunter Arbeitsuchende, die von der Agentur für Arbeit auf den Zukunftstag aufmerksam gemacht worden waren.
Berufe zum Anfassen
Statt klassischer Vorträge setzte Glinicke auf praktische Einblicke. An zahlreichen Mitmachstationen konnten die Besucher unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennenlernen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen.
Das Spektrum reichte von Kfz-Mechatronik sowie Karosserie- und Fahrzeuglackierung über Service und Vertrieb bis hin zu IT, Verwaltung sowie den Industrieunternehmen der Gruppe aus den Bereichen Metallbau und Glas.
Automobilbranche im Wandel
Mit der fortschreitenden Digitalisierung, der Elektromobilität und neuen Mobilitätskonzepten verändern sich die Anforderungen an Beschäftigte spürbar. Aus Sicht des Unternehmens gewinnt es daher an Bedeutung, junge Menschen frühzeitig für die Branche zu begeistern und ihnen konkrete Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Der direkte Austausch spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Teilnehmer konnten Fragen stellen, Ausbildungswege kennenlernen und sich aus erster Hand über Karrierechancen informieren.
"Mit dem Zukunftstag möchten wir zeigen, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten bei Glinicke sind und vor allem die Menschen hinter den unterschiedlichen Berufsbildern 'erlebbar' machen. Persönliche Begegnungen und praktische Einblicke können insbesondere jungen Menschen dabei helfen, herauszufinden, welcher berufliche Weg zu ihnen passt. Gleichzeitig ist es für uns eine wichtige Aufgabe, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen und ihnen Perspektiven innerhalb unserer Unternehmensgruppe aufzuzeigen“, sagte Personalleiterin Anika Kretschmar laut Mitteilung.
Rekordzahl bei Auszubildenden
Dass die Nachwuchsgewinnung für Glinicke weit über einzelne Veranstaltungen hinausgeht, verdeutlichen die aktuellen Ausbildungszahlen. Erst vor wenigen Wochen starteten 118 Auszubildende ihre Karriere im Unternehmen – so viele wie nie zuvor. Im Rahmen einer zweitägigen Auftaktveranstaltung lernten die Berufseinsteiger das Unternehmen, ihre Kolleginnen und Kollegen sowie die Werte der Gruppe kennen.
Mit seinem Konzept "Ausbildung 2.0" verfolgt Glinicke einen Ansatz, der fachliche Qualifizierung mit persönlicher Entwicklung verbindet. Über ein internes Sterne-System werden nicht nur Leistungen in der Ausbildung bewertet, sondern auch Eigeninitiative, soziales Engagement und Verantwortungsbewusstsein.
Ergänzt wird das Programm durch Projekte außerhalb des klassischen Ausbildungsalltags. Dazu gehört unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprojekts beschäftigen sich die Auszubildenden mit Themen aus dem Natur- und Umweltschutz und sammeln praktische Erfahrungen in der Projektarbeit. Als sichtbares Zeichen dieser Kooperation überreichte die Glinicke Gruppe dem Naturschutzbund der Region Kassel eine Spende in Höhe von 3.000 Euro.
Großer Branchenplayer
Die Glinicke Gruppe zählt mit mehr als 2.100 Mitarbeitenden und über 300 Auszubildenden zu den größten Mobilitätsanbietern Deutschlands. Das Unternehmen betreibt 32 Standorte in vier Bundesländern und vertritt ein breites Markenportfolio: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche, Land Rover, Peugeot, Citroën, Hyundai, Fiat Professional, MG, BYD und Leapmotor. Mit ihrem Fokus auf Ausbildung, Mitarbeiterentwicklung und moderne Mobilitätslösungen setzt die Handelsgruppe seit mehr als 95 Jahren auf nachhaltiges Wachstum und eine langfristige Nachwuchsförderung.
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