Klaus-Michael Kühne, Mehrheitsgesellschafter des Logistikdienstleisters Kühne + Nagel über die Kühne Holding AG, ist tot. Wie das Unternehmen am Montagvormittag bestätigte, starb der Unternehmer in der Nacht zum 24. August in Schindellegi in der Schweiz. Zuvor hatten bereits das "Manager Magazin" und das "Handelsblatt" unter Berufung auf sein Umfeld über seinen Tod berichtet.

Vom Familienbetrieb zum globalen Logistikkonzern

Kühne trat 1958 in das Familienunternehmen ein und übernahm 1966 den Vorsitz des Vorstands der Kühne + Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 stand er an der Spitze der Kühne + Nagel International AG. Von 1992 bis 2011 war er Vorsitzender des Verwaltungsrats, anschließend Ehrenvorsitzender des Gremiums. Die von ihm 1993 gegründete Kühne Holding AG hält die Mehrheit an der Kühne + Nagel-Gruppe. Darüber hinaus ist die Holding unter anderem an der Reederei Hapag-Lloyd sowie an der Lufthansa beteiligt.

"Die Nachricht vom Tod von Klaus-Michael Kühne hat uns alle zutiefst betrübt. Klaus-Michael Kühne verkörperte die Logistik und den globalen Handel wie kein anderer. Im Namen des Vorstands und der Mitarbeiter von Kühne + Nagel sprechen wir seiner Familie unser tiefstes Beileid aus", erklärte Stefan Paul, CEO der Kühne + Nagel International AG.

Milliardenvermögen soll an Stiftung gehen

Wie hoch das Vermögen des kinderlosen Unternehmers war, wird unterschiedlich bewertet. Das US-Magazin "Forbes" schätzt es auf rund 44 Milliarden US-Dollar. Nach Angaben des "Handelsblatts" galt Kühne mit einem Vermögen von etwa 36 Milliarden Euro als zweitreichster Deutscher hinter Dieter Schwarz. Das "Manager Magazin" führte ihn zuletzt mit rund 23,5 Milliarden Euro in seiner Liste der reichsten Deutschen.

Medienberichten zufolge soll das Vermögen nach seinem Tod an die Kühne-Stiftung übergehen.

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