Bis vor kurzem waren es nur Mutmaßungen, jetzt ist es amtlich. Gegen die Berliner Autohausgruppe König ist beim Amtsgericht Charlottenburg ein Insolvenzverfahren eröffnet worden (Insolvenz-Bekanntmachung vom 2. September 2026, AZ 3616 IN 5523/26). Laut "Welt" wurden die Mitarbeiter per "Hausmitteilung" über die Lage informiert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Berliner Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert bestellt. Von König war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Die Autohaus König Gruppe gehört nach eigenen Angaben "zu den größten Fahrzeug-Handelsgruppen Deutschlands und bietet nach über 60 Jahren Firmengeschichte inzwischen 18 verschiedene Marken an, darunter Renault, Opel, Fiat, Dacia, Jeep, Suzuki, BYD & Kia, aber auch Zweiräder aller Art". 

An über 80 Standorten kann der Händler auf einen Fahrzeugbestand von rund 12.000 Fahrzeugen zurückgreifen. Auto König hat mehr als 1.200 Mitarbeiter in über 80 Filialen und zählt damit zu den großen Arbeitgebern der Branche.

Mehr zum Thema entdecken Autohandel Berliner Autohausgruppe König: Händler in finanziellen Schwierigkeiten? Autohandel 60 Jahre Autohaus König in Berlin: Vom Hinterhofbetrieb zum Mobilitätsnetzwerk Autohandel Autohaus Gotthard König: Übernahme des insolventen Autozentrums Treskow

Einer der größten Partner der renommierten Autohausgruppe ist der Mehrmarkenkonzern Stellantis. Gegenüber AUTOHAUS äußerte sich ein Sprecher wie folgt: "Stellantis bedauert die Beantragung der Insolvenz durch die König-Gruppe. In den vergangenen Wochen wurden gemeinsam mit dem Management, Finanzierungs- und Beratungspartnern intensive Anstrengungen unternommen, um eine tragfähige Restrukturierungs- und Finanzierungslösung zu ermöglichen und eine Insolvenz noch abzuwenden. Trotz der Prüfung verschiedener Optionen konnte jedoch kurzfristig keine nachhaltige Gesamtlösung aller Beteiligten erzielt werden."

"Stellantis wird den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und wird gemeinsam mit der Stellantis Financial Services sowie dem Insolvenzverwalter eng zusammenarbeiten, um Fortführungs-, Sanierungs- oder Nachfolgelösungen zu prüfen. Stellantis bleibt dem deutschen Markt, seinen Kunden, Handelspartnern und Mitarbeitern grundsätzlich weiterhin uneingeschränkt verpflichtet", heißt es bei Stellantis weiter.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.