Die Kandidatur von Burkhard Weller für das Präsidentenamt des ZDK ist vom Tisch. Der Autohaus-Unternehmer hat seinen Verzicht am Dienstag erklärt. Hintergrund ist eine kurzfristig erhobene Forderung, die es in sich hat: Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD), dessen Präsident Weller derzeit ist, solle noch vor der Wahl dem ZDK beitreten. Ein solcher Schritt würde jedoch gegen die Satzung des VAD verstoßen.
Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt, zu dem diese Forderung erhoben wurde. Denn die Frage einer VAD-Mitgliedschaft im ZDK hätte sich offensichtlich auch deutlich früher stellen lassen. Warum wurde die Mitgliedschaft nicht bereits Tage vor der Wahl zur Voraussetzung gemacht? Wenn eine solche Bedingung tatsächlich ausschlaggebend für die Unterstützung Wellers war, hätte sie sich frühzeitig klären lassen. Stattdessen wurde sie nach Wellers Darstellung erst unmittelbar vor der Wahl auf den Tisch gelegt.
Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Weller hier ins offene Messer laufen gelassen wurde. War seine Kandidatur tatsächlich gewollt oder wurde ihm eine Hürde in den Weg gelegt, von der man wusste, dass er sie unter den gegebenen Umständen nicht nehmen konnte?
Der Ablauf lässt zumindest den Verdacht aufkommen, dass die Kandidatur nicht nur an einer sachlichen Frage gescheitert ist, sondern möglicherweise an einem politischen Manöver. Denn eine Bedingung erst am Vorabend einer entscheidenden Wahl zu formulieren, die sich ohne Weiteres bereits Tage zuvor hätte klären lassen, wirft Fragen auf.
Weller selbst spricht von kurzfristig an ihn und den VAD herangetragenen Forderungen. "Unter diesen Voraussetzungen ist eine konstruktive Zusammenarbeit derzeit nicht möglich", erklärte er.
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Kommentar: Der ZDK muss wieder führen
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