Spätestens seit den Marvel-Actionfilmen weiß ein größeres Publikum, dass der nordische Gott Thor mit seinem Hammer Blitze und Druckwellen lenken kann. Der schwedische Autohersteller Volvo griff die Form der Wunderwaffe für sein Tagfahrlicht auf.

Doch mit der kommenden Modellauffrischung wird daraus eher ein Hämmerchen, da das Licht nur noch aus zwei schlanken Linien besteht. Natürlich erfüllen sowohl das Tagfahrlicht als auch das Abblendlicht als LED-Matrix ihren Zweck: Sehen und gesehen werden. Die 15 Elemente je Scheinwerfer liefern bei jeder Wetterlage sowie nachts gute Sicht, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Der schlankere Hammer passt zur Design-Überarbeitung von Fronthaube, vorderen Stoßfängern und den Kotflügeln.

Auch im Heck zeichnen die Designer das rote Lichtband der 40er-Modelle schlanker, was besser zur überarbeiteten Heckklappe sowie den Stoßfängern passt. Für den Volvo XC40 gibt es neue 18-, 19- und 20-Zoll-Räder mit Diamantschnitt. Als neue Farbe steht Heidekraut (bräunlich) zur Auswahl. Der Benziner kann erstmals im Inneren mit einer Kombination aus Kardamom-Nappaleder für die Sitze und Holzdekor-Elementen in Schwarzesche ausgestattet werden.

Mehr Radarsensoren für höhere Sicherheit

Beim Kernthema Sicherheit legt Volvo nochmals nach. Die Rechenleistung zur Verarbeitung der Sensordaten fällt größer aus. Zudem steigt die Zahl der Radarsensoren von drei auf fünf. Einer schaut nach vorn, vier sitzen in den Ecken, so dass Querverkehre als auch Fahrzeuge auf Nachbarspuren besser erkannt werden. Hinzu kommen noch eine Frontkamera, Parkkameras an allen vier Seiten sowie zwölf Ultraschallsensoren für den Nahbereich.


Volvo XC40/EX40 (2027)


Nach dem Einparken am Fahrbahnrand schauen die Sensoren nach hinten, um festzustellen, ob sich Radfahrer oder Autos nähern. Sollte ein Verkehrsteilnehmer bereits zu dicht am Fahrzeug sein, öffnet die Fahrertür nicht. Der automatische Assistent erkennt während der Fahrt Hindernisse auf der Fahrbahn, vor denen er entweder rechtzeitig bremst oder sie umfährt. Der optionale Pilot Assist unterstützt den Fahrer auch bei Überholmanövern. Die ebenfalls optionale 360-Grad-Kamera zeigt neben der Vogelperspektive eine 3D-Sicht von Parklücken. Alle Assistenzsysteme gehören ins Level 2, in dem stets der Fahrende die Verantwortung trägt.

Größerer Zentralbildschirm

Neu ist im Volvo XC40 und EX40 ein größerer Zentralbildschirm. Er ist nicht mehr Teil des Armaturenbretts, sondern schwebt abgesetzt davor. Die Bildschirmdiagonale wächst von neun auf 11,2 Zoll. Die Positionierung lässt vermuten, dass man den Bildschirm ins Querformat oder zum Beifahrer drehen könnte, doch der Eindruck täuscht. Volvo nennt dafür Sicherheitsgründe. Bewegliche Bildschirme erhöhen die Anforderungen an Crashtests.

Während der Fahrt müssen Fahrer oder Beifahrer nicht zwingend auf den Bildschirm schauen. Der Sprachassistent nutzt über eine mobile Datenverbindung die künstliche Intelligenz Google Gemini. Sie unterstützt bei der Adresssuche, Reiseplanung und beantwortet Fragen. Unter dem Bildschirm gibt es ein Ablagefach mit kabelloser Ladetechnik für ein Smartphone.

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Der elektrische EX40 übernimmt die Typologie wie sie mit dem EX60 von Volvo eingeführt wurde: P5, P5 Long Range und P8 Performance AWD. Die Einstiegsvariante P5 kommt einem 175 kW / 238 PS Heckmotor und einer 67-kWh-Batterie, die in der Spitze 180 kW am Schnelllader lädt und den Wagen bis zu 477 km (WLTP) weit bringt. P5 Long Range liefert 79 kWh nutzbare Energie für den 185 kW / 252 PS Heckantrieb und bis zu 576 Kilometer Reichweite (WLTP). Die Ladeleistung am Schnelllader steigt hier und in der Performance-Variante auf bis zu 205 kW.

Die Topversion P8 Performance AWD kombiniert Front- und Heckmotor zu 325 kW / 442 PS. Das E-Auto beschleunigt in 4,6 Sekunden auf 100 km/h, verliert allerdings durch sein höheres Gewicht und Allradantrieb an Reichweite. Hier werden 538 km (WLTP) angegeben. Die Ladezeit von 10 bis 80 Prozent liegt bei den drei Varianten zwischen 26 und 28 Minuten.

Volvo XC40 weiter mit Mild-Hybrid-Technik

Der XC40 bleibt vorerst ein Verbrenner mit Mild-Hybrid-Technik. Das Auto speichert beim Bremsen Energie für die weitere Fahrt. Der Kompakt-SUV nutzt einen Frontantrieb sowie ein automatisches Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der XC40 kommt in zwei Varianten: Der Vierzylinder-Turbobenziner B3 liefert 120 kW / 163 PS. Die Variante B4 leistet 145 kW / 197 PS.

Wie alle Volvos, egal ob Benziner oder Elektro, sind die Fahrzeuge bei 180 km/h abgeregelt. Die überarbeiteten 40er-Modelle laufen im belgischen Gent vom Band und können ab sofort bestellt werden. Der XC40 startet ab 43.990 Euro und der elektrische EX40 ab 47.490 Euro.

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