Allen voran die Schadenvorständin der Allianz, Dr. Lucie Bakker, machte vergangene Woche auf ihrem LinkedIn-Account deutlich, wie stolz man in München auf den offenbar sehr umfassenden Deal mit Waymo ist: "Allianz Partners und Waymo starten eine strategische Kooperation für Waymos Europa-Einstieg – erste Ziele sind München und London! Was machen wir dabei? Wir kümmern uns um vier Felder: Versicherung und Risk Solutions, Schadenmanagement, Sicherheitsforschung und Fahrzeugbergung."

Allianz tritt mit voller Kapelle an

Um all die vereinbarten Aufgaben auch erfüllen zu können, bündelt die Allianz ihre Kompetenzen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die sie heute unabhängig mit eigenen bzw. kooptierten Partnern leisten kann. Mit an Bord sind dabei laut Lucie Bakker Allianz Commercial, die Allianz Versicherungs-AG, das Allianz Zentrum für Technik in Ismaning mit der AZT Automotive GmbH  und auch die gesamte Solvd Group.

Die vor rund drei Jahren gegründete Solvd Group ist – gemeinsam mit AZ Partners und AZ Direct – Teil der sogenannten "Connected Platforms-Strategy" der Allianz. Zu ihr gehören bisher bereits Schadensteuerer Innovation Group (IG) mit seinen Partnerwerkstätten, ControlExpert, GT Motive und das PDR-Team als Hagelschaden- und K&L-Dienstleister. Die Solvd-Strategie kombiniert Versicherungs-Know-how, KI-gestützte Technologien und ein globales Netzwerk von Dienstleistungsanbietern, um ein Omnichannel- und hochgradig personalisiertes Kundenerlebnis zu bieten. Um die Zusammenarbeit zwischen der Solvd Group und dem Mobility-Geschäft von Allianz Partners zu stärken, hat die Allianz alle Mobility-Aktivitäten ab Januar 2026 unter einer einheitlichen Führung zusammengeführt (wir berichteten).

AZT-Unfallforscher treffen nach 50 Jahren auf neuen Fahrzeugtyp

"Bei Robotaxis in München denke ich zuerst an den Schaden", lässt Lucie Bakker auf LinkedIn wissen – und verrät dabei auch, warum sie explizit an Schaden denkt und ihr besonderes Interesse geweckt wurde: "Unser Allianz Zentrum für Technik mit Dr. Christian Sahr forscht gemeinsam mit Waymo an den Themen Crash-Analyse, Safety Modeling und Risikobewertung. Über 50 Jahre Unfallforschung trifft hier auf einen völlig neuen Fahrzeugtyp – wir sind stolz, auch bei dieser bahnbrechenden Entwicklung live dabei zu sein." 

Autonom wird den Schaden verändern

Bakker weiß auch, was bei Unfallschäden mit autonomen Fahrzeugen künftig alles an neuen Fragen mit im Raum stehen wird: "Wer haftet, wenn niemand am Steuer sitzt? Wie repariert man ein Fahrzeug, das vor allem aus Sensorik und Software besteht?" Solche Fragen werden es nach ihrem Dafürhalten sein, die entscheidend mit darüber entscheiden werden, wie schnell autonome Mobilität in Europa ankommt. Bakker sagt im nächsten Atemzug aber auch recht selbstbewußt: "Wir beantworten all diese Fragen mit. Autonomes Fahren wird das Schadengeschehen verändern. Wir sind mit dem digitalen Schadenprozess ideal vorbereitet - mit unserem  #HappyPath."

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