Die saudi-arabische Elektroautomarke Ceer hat ihre ersten Serienmodelle vorgestellt. Unter dem Namen Exobot starten eine 5,26 Meter lange Luxuslimousine und ein gut fünf Meter großes SUV. Beide werden in einem neu errichteten Werk am Roten Meer produziert. Preise nennt das Unternehmen bislang nicht, die Auslieferungen sollen im Frühjahr 2027 starten.
Zum Marktstart ist eine „First Edition“ beider Modellvarianten vorgesehen. Drei Elektromotoren treiben alle vier Räder an und leisten zusammen 625 kW / 850 PS, das maximale Drehmoment beträgt 1.000 Nm. Die Limousine beschleunigt laut Hersteller in 2,6 Sekunden von null auf 100 km/h, das SUV benötigt 2,9 Sekunden. Eine 112 kWh große Batterie soll Reichweiten von um die 600 Kilometern ermöglichen.
Ceer Exobot
Technisch setzt Ceer auf eine 800-Volt-Architektur und Ladeleistungen bis 250 kW, Zweikammer-Luftfederung, Hinterachslenkung und eine rein elektronische Steer-by-Wire-Lenkung ohne mechanische Lenksäule. Im Innenraum gibt es ein 48 Zoll breites 8K-Display sowie weitere Bildschirme in der Mittelkonsole und im Fond. Auffälligstes Karosseriedetail sind die knapp drei Meter langen sogenannten "Shahin-Wing"- bzw. Falkenflügel-Türen, die am Dach angeschlagen sind und nach oben öffnen. Die Fahrzeuge sind speziell auf das heiße Klima der Golfregion ausgelegt. So verspricht Ceer eine besonders leistungsfähige Klimatisierung und stark wärmereflektierende Verglasung.
Der Exobot bildet den Auftakt einer größeren Modelloffensive. Bis 2030 plant Ceer insgesamt sieben Modelle, darunter auch Fahrzeuge der Mittel- und Kompaktklasse. Auf die limitierte First Edition soll 2027 die reguläre Ausstattungslinie Exobot Plus folgen. Ceer ist ein Gemeinschaftsunternehmen des saudi-arabischen Staatsfonds PIF und des taiwanischen Elektronikkonzerns Foxconn. Letzterer steuert genauso Fahrzeugtechnik bei wie auch BMW, Rimac und Hyundai Transys. Angaben zu einem Export nach Europa gibt es bislang nicht.
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