Der September wird mit großem Abstand der teuerste Tankmonat aller Zeiten. Das steht bereits vor Monatsende fest, wie aus Daten des ADAC hervorgeht, die von der dpa ausgewertet wurden. Selbst wenn Benzin und Diesel am letzten Tag des Monats kostenlos abgegeben würden, läge der Monatsdurchschnitt noch immer über den bisherigen Rekordwerten aus August beziehungsweise April.
Bleibt das Preisniveau auf den letzten Metern des Monats im üblichen Rahmen, dürfte der Durchschnittspreis für Super E10 bei rund 2,27 Euro pro Liter liegen. Für Diesel wird ein Monatsmittel von etwa 2,38 bis 2,39 Euro erwartet. Zum Vergleich: Die bisherigen Höchstwerte lagen laut ADAC bei 2,145 Euro für E10 und 2,263 Euro für Diesel. Damit würden die bisherigen Rekorde jeweils um mehr als zehn Cent übertroffen.
Für Autofahrer soll sich die Lage ab morgen entspannen, denn um 0.00 Uhr tritt der neue Tankrabatt in Kraft. Dadurch sinkt die Steuerbelastung für Diesel und Benzin um knapp 17 Cent je Liter.
Mineralölwirtschaft: Geben Tankrabatt ab Mitternacht weiter
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet am Donnerstag gleich nach Mitternacht eine vollständige Weitergabe des Tankrabatts. "Die neuerliche Senkung von Energie- und Mehrwertsteuer wird ab 1. Oktober um Mitternacht ohne Einschränkungen und Aufschläge weitergegeben - wie schon im Mai und Juni", sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Christian Küchen. Dies sei eine Folge des intensiven Wettbewerbs von 14.000 Tankstellen in Deutschland.
"Untersuchungen, die etwas anderes behaupten, berücksichtigen zumeist nicht, dass sich neben den Steuersätzen andere Kostenfaktoren häufig ändern, die für die Preisbildung an Tankstellen ebenso relevant sind", betont Küchen. Es gibt aber auch andere Stimmen zu diesem Thema: Beim Tankrabatt im Mai und Juni waren unter anderem das Ifo-Institut, die Monopolkommission und auch das Bundeskartellamt zum Schluss gekommen, dass der Rabatt weitgehend, aber nicht zu 100 Prozent weitergegeben wurde. Der en2x hat dem stets widersprochen.
Beim letzten Tankrabatt im Mai war der Preis dennoch bereits in der ersten Nacht bei den meisten Tankstellen deutlich gefallen. Treiber der hohen Preise ist vor allem der Krieg mit Beteiligung des Iran, der den Ölexport aus der Golfregion massiv eingeschränkt hat. Zusätzlich sorgt ein Mangel an Raffineriekapazitäten für weiteren Druck auf die Kraftstoffpreise.
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