Elektroautos gewinnen auf dem deutschen Neuwagenmarkt weiter kräftig an Boden. Im September kamen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 88.599 rein elektrisch angetriebene Pkw neu auf die Straße. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Zuwachs von fast 95 Prozent. Mit einem Marktanteil von nun 34,5 Prozent erreichten batterieelektrische Autos (BEV) einen neuen Höchstwert. Im August waren es noch 32,4 Prozent, im Juli 29,3 Prozent.

Hinzu kamen 27.681 neue Plug-in-Hybride, was einem Marktanteil von 10,8 Prozent entspricht. Damit verfügten im September 45,3 Prozent aller neu zugelassenen Pkw über einen Antrieb, der längere Strecken rein elektrisches Fahren ermöglicht. Parallel sank der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,6 Prozent von 102,8 auf 82,7 Gramm pro Kilometer.

Experte: "Die Elektro-Prämie wirkt"

"Die Elektro-Prämie wirkt, und zwar kräftig», sagte der Autoexperte Constantin Gall von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY laut Mitteilung. Allerdings sei der Boom mit Steuergeld teuer erkauft. Nach Einschätzung des Experten stehe dieser auf wackligen Beinen. Laufe die Förderung aus, drohe erneut ein Einbruch der Zulassungszahlen. Große Gewinner des Aufschwungs seien laut EY chinesische Hersteller, deren Absatz und Marktanteil im September kräftig gestiegen sei.

Deutlich rückläufig waren dagegen die Benziner. Ihre Neuzulassungen sanken im September um 29,4 Prozent auf 44.632 Fahrzeuge und der Marktanteil auf 17,4 Prozent. Insgesamt 71.190 Pkw mit Hybridantrieb bedeuteten ein leichtes Plus und einen Anteil von 27,7 Prozent. Zudem wurden 23.058 Diesel-Pkw neu zugelassen, 20,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Ihr Marktanteil sank auf 9,0 Prozent. Angesichts der weiter hohen Preise für Diesel und Benzin konnten Flüssiggasautos um 79,8 Prozent auf 1.602 Einheiten zulegen. Mit 0,6 Prozent Marktanteil bleiben sie aber weiterhin eine Randerscheinung.

Insgesamt wurden im September 256.774 Pkw neu angemeldet, neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die privaten Neuzulassungen legten um 28,5 Prozent zu, ihr Anteil betrug 40,3 Prozent. Auf das Konto gewerblicher Halter gingen dagegen 1,2 Prozent weniger.

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