Mit einem Festakt in Kopenhagen fand das Jubiläumsjahr seinen besonderen Höhepunkt. Händler, Partner und langjährige Begleiter des Verbands Deutscher Skoda-Vertragspartner (VDS) nutzten die Gelegenheit, gemeinsam auf 35 Jahre Verbandsgeschichte zurückzublicken. Dabei rückten für einen Abend die wirtschaftlichen Herausforderungen des Tagesgeschäfts in den Hintergrund. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Entwicklung des Händlernetzes und die enge Partnerschaft, die den Erfolg von Skoda in Deutschland über Jahrzehnte geprägt hat. 

Für Thomas Peckruhn begann sie mit einem Überholmanöver. Im Urlaub zog ein Skoda Favorit an ihm vorbei und weckte seine Neugier. Dass er die Marke zwei Jahre später selbst verkaufen würde, konnte der heutige VDS-Präsident damals nicht ahnen. Deutschland-Chef Frank Barwasser brachte den Aufstieg auf zwei Zahlen: Im ersten Geschäftsjahr 1992 kam Skoda auf 25.200 Neuzulassungen, in diesem Jahr könnten es deutlich über 200.000 werden. Als wichtigste Konstante bezeichnete er den Handel: Dort werde Vertrauen geschaffen und die Marke für den Kunden erlebbar. 

Die frechste Schnauze im Konzern 

Der frühere Skoda-Chef Detlef Wittig führte den Aufstieg auf eine frühe Qualitätsoffensive zurück. Nach dem technisch verbesserten Favorit brachte der Octavia 1996 den Durchbruch. Ferdinand Piëch wollte ihn zur "frechsten Schnauze im Konzern" machen. Mit dem späteren Superb, den Skoda dem Mutterkonzern regelrecht "entrissen" habe, stieg die Marke endgültig in höhere Klassen auf. Geblieben sind Qualität, viel Platz, pfiffige Lösungen und faire Preise. Wittig brachte die Entwicklung auf eine Formel: 1991 sei Skoda eine "Traditionsmarke ohne Zukunft" gewesen, heute eine "Zukunftsmarke mit Tradition". 


35 Jahre Verband Deutscher Skoda-Vertragspartner



35 Jahre Verband Deutscher Skoda-Vertragspartner


An diesem Nachmittag erzählten vor allem die Wegbegleiter, wie eng Marke und Handel zusammengewachsen sind. Bei Christian Mette kaufen inzwischen die Enkel jener Kunden, die einst noch sein Großvater betreute. Der Zusammenschluss mit Volkswagen sei für seinen Betrieb "ein Freudentag gewesen". Kersten Borst, geehrt für 25 Jahre Vorstandsarbeit, erinnerte vor allem an die Freundschaften, die in dieser Zeit entstanden sind. Dazu gehörten durchaus unterschiedliche Meinungen. Mette sprach von einer "gesunden Streitkultur und einem gemeinsamen Ziel". 

Werte schützen 

Der Automarkt werde gerade neu sortiert. Doch während sich Produkte, Antriebe und Vertriebswege verändern, soll der Markenkern erhalten bleiben. Wittig nannte Spitzenqualität, viel Raum, wettbewerbsfähige Preise, clevere Lösungen und den "Human Touch", die persönliche Nähe zu Kunden und Handel. Sein Appell an die Händler: "Schützen Sie diese Markenwerte und stärken Sie sie."

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