PreZero verstärkt sein Engagement in der automobilen Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen hat die Autorecycling Kempers GmbH in Meppen übernommen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.
Kempers verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung im professionellen Autorecycling. Auf einer Betriebsfläche von über 35.000 Quadratmetern können jährlich bis zu 10.000 Fahrzeuge verarbeitet werden. Mit der Übernahme erweitert PreZero sein operatives Angebot für die Automobilindustrie und baut den Standort in Niedersachsen zu einem Kompetenzzentrum für automobile Kreislaufwirtschaft aus.
Von der Demontage bis zum Batterierecycling
Das Geschäftsmodell umfasst die Demontage von Altfahrzeugen sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen und wiederverwendbaren Gebrauchtteilen. Auch Altfahrzeugbatterien werden vor Ort fachgerecht ausgebaut. Die anschließende Aufbereitung übernimmt das benachbarte Batterierecyclingwerk von PreZero. Die daraus gewonnenen Materialien sollen erneut in den Produktkreislauf zurückgeführt werden.
In Meppen führt PreZero damit zwei bislang getrennte Kompetenzbereiche zusammen: die Fahrzeugdemontage von Kempers und das Batterierecycling der RE.LION.BAT., die im Sommer 2025 übernommen worden war. Der Zukauf ergänzt zudem die Kooperation mit dem Autobauer BMW sowie die Zusammenarbeit mit Bosch und C-ECO.
Mehr zum Thema entdecken
Politik
EU-Parlament stimmt zu: Kfz-Teile wiederverwertbar machen
Autohersteller
EU: Mehr Rohstoffe aus Schrottautos gewinnen
SchadenBusiness
Gebrauchtteilemarkt: net.casion stellt Softwarelandschaft neu auf
Neuer Bereichsleiter
Die Leitung des neuen Bereichs übernimmt Christoph Homann als Head of Circular ELV und Geschäftsführer im Automotive-Geschäftsfeld von PreZero. Altfahrzeuge seien die "Rohstoffquelle von morgen", erklärte Homann am Freitag laut einer Mitteilung. Durch die systematische Rückführung der Materialien wolle das Unternehmen die Versorgungssicherheit der Industrie stärken und deren Abhängigkeit von globalen Importen reduzieren.
Auch die bisherige Geschäftsführung von Kempers setzt auf die Verbindung beider Unternehmen. Die jahrzehntelange Erfahrung im Autorecycling könne künftig in das Netzwerk von PreZero eingebracht werden, sagte Ayton Kempers. Zugleich sollen die Arbeitsplätze am Standort erhalten bleiben.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.