Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) geht eine strategische Kooperation mit CARvinci ein. Mitgliedsbetriebe der ZDK-Verbände erhalten über einen Rahmenvertrag Zugang zur KI-Plattform des Anbieters. Diese bündelt mehr als 300 Anwendungen für typische Aufgaben im Autohaus. Das Spektrum reicht vom Verkauf und Aftersales über Marketing und Verwaltung bis zum Personalbereich.

KI für konkrete Aufgaben im Tagesgeschäft

Im Mittelpunkt der Kooperation steht der praktische Einsatz von KI. Statt allgemein über die Möglichkeiten der Technologie zu sprechen, sollen konkrete Arbeitsabläufe im Autohaus unterstützt werden. Dazu gehören etwa die Bearbeitung von Kundenreklamationen und Gewährleistungsfällen, Versicherungsabrechnungen sowie die Erstellung von Verkaufsangeboten, Marketingmaßnahmen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen.

ZDK sieht konkreten Nutzen als Voraussetzung

Aus Sicht des ZDK muss Künstliche Intelligenz (KI) vor allem im Tagesgeschäft funktionieren. "Künstliche Intelligenz wird für die Betriebe dann interessant, wenn sie im Alltag einen konkreten und messbaren Nutzen bringt. Mit CARvinci haben wir einen Partner gewonnen, der die Anforderungen des Automobilhandels kennt und KI für typische Aufgaben in der betrieblichen Praxis zugänglich macht", erklärt der Verband.

KI-Agenten für verschiedene Bereiche im Autohaus

Für unterschiedliche Aufgaben stellt CARvinci spezialisierte KI-Agenten bereit. Hinzu kommt ein unternehmensspezifisches "AutohausGPT". Darüber sollen Betriebe ihr eigenes Wissen für Beschäftigte leichter zugänglich machen können. Als Beispiele nennt CARvinci Informationen aus Gewährleistungsrichtlinien, CRM- und DMS-Systemen sowie internen betrieblichen Prozessen. Nach Angaben von CARvinci setzen bereits mehr als 200 Autohäuser die Software ein. Betriebe, die einem ZDK-Mitgliedsverband angehören, sollen im Rahmen der Kooperation Sonderkonditionen erhalten. Wie diese Konditionen konkret aussehen, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor.

Für Autohäuser dürfte auch der technische Aufwand eine Rolle spielen. Nach Angaben von CARvinci lässt sich die Plattform ohne aufwendige Schnittstellenanpassungen oder ein separates IT-Projekt einsetzen. Die Server würden ausschließlich innerhalb der EU betrieben. Zudem sollen Eingaben der Kunden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet werden.

Weiterbildung zum KI-Manager

Neben der Software bietet CARvinci eine Weiterbildung für den Einsatz von KI im Autohaus an. Der Kurs "KI-Manager:in im Autohaus" schließt laut Unternehmen mit einer vom TÜV Rheinland geprüften Qualifikation ab. Damit sollen Beschäftigte darauf vorbereitet werden, KI-Anwendungen gezielt in betriebliche Abläufe einzubinden.

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