Marathon, Radrennen, Triathlon waren gestern. Zumindest an diesem Wochenende. Gemeinsam mit TÜV SÜD-Partner Kosta Mentis und AUTOHAUS Chefredakteur Ralph M. Meunzel ging es als kleines Team der AUTOHAUS Marathonis beim SwimRun Hydra 2026 auf die Core-Distanz. Das hieß rund 23,6 Kilometer über die Insel, ordentlich Höhenmeter und steile An- und Abstiege inklusive und dazwischen fünfmal ab ins Meer. Insgesamt kamen so rund fünf Kilometer Schwimmen zusammen.
Geschwommen wird mit Laufschuhen, gelaufen wird im Neoprenanzug. Boje und Co. kommen ebenfalls mit. Die Wettkämpfer starten als Zweierteam und sind mit einer elastischen Leine miteinander verbunden. Eine Wechselzone gibt es nicht. Hydra liefert dafür eine ziemlich spektakuläre Kulisse. Felsküste, Buchten, Trails und Meer. Selbst der Regen war diesmal willkommen, denn der machte die Temperaturen für die Athleten deutlich angenehmer. Die Core-Distanz bildete 2026 zugleich das Finale der My SwimRun Championships. Kompliment an TRIMORE Sport Events und Costis Mitropapas für eine ebenso fantastische wie anspruchsvolle Veranstaltung.
Trittsicherheit und Leidensfähigkeit gefragt
Und anspruchsvoll ist auf Hydra durchaus wörtlich zu nehmen. Die Insel besteht schließlich nicht nur aus Postkartenbuchten und tiefblauem Meer. Über allem thront der Eros, auch Mount Eros genannt, mit knapp 600 Metern der höchste Berg der Insel. Wer hier unterwegs ist, bekommt deshalb schnell eine Ahnung davon, warum beim SwimRun neben Ausdauer auch Trittsicherheit und eine gewisse Leidensfähigkeit gefragt sind.
Auf dem Weg in die Höhe passiert man unter anderem das historische Kloster Profitis Ilias. Normalerweise vermutlich ein Ort, an dem man kurz innehält und den Blick genießt. Beim SwimRun wird daraus eher: kurz hinschauen, weiterlaufen. Denn die Wege auf Hydra können es in sich haben. Viele Passagen führen über alte, gepflasterte Steinwege, dazu kommen steile Trails, Anstiege und Gefälle. Nach einem Schwimmabschnitt im Meer mit nassen Schuhen wieder bergauf zu laufen, gehört dabei zu den ganz besonderen Erfahrungen dieser Sportart.
Keine Autos, keine Räder
Ohnehin ist Hydra eine ungewöhnliche Bühne für einen solchen Wettbewerb. Autos oder Fahrräder gibt es auf der Insel nicht. Das prägt auch ihren Charakter: schmale Wege, Treppen, Naturstein und an den steilen Hängen die bekannten Kapitänsvillen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Vieles wirkt hier noch so, als hätte sich die Insel dem sonst üblichen Verkehr und der Hektik ganz bewusst entzogen.
Vielleicht ist genau dieser Kontrast der besondere Reiz des SwimRun Hydra: Auf der einen Seite eine Insel, die seit Jahrzehnten Künstler, Musiker und internationale Besucher anzieht und als "Muse der Ägäis" gilt. Auf der anderen Seite kämpfen sich einige hundert Menschen in Neoprenanzügen und Laufschuhen über genau diese Insel, springen immer wieder ins Meer und arbeiten sich anschließend über Felsen, Steinwege und Trails zurück nach oben.
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