Nach einer schweren technischen Panne und dem vollständigen Erliegen des Luftverkehrs in Griechenland sind am Sonntagmittag wieder die ersten Flugzeuge gestartet und gelandet. „Die Fluglotsen nutzen alternative Frequenzen und können nun wieder erste Flüge abwickeln“, sagte der Präsident des Verbands der Fluglotsen Panagiotis Psarros dem griechischen TV-Sender ERTNews. Wann der Luftverkehr wieder vollständig normal laufen sollte, konnte er nicht sagen.
Eine Cyberattacke schloss der Präsident des Verbands der Fluglotsen aus. Er kritisierte vielmehr den Zustand der Kommunikationssysteme: „Unsere Systeme sind uralt“, sagte er dem Sender ERTNews. Darauf habe die Gewerkschaft der Fluglotsen bereits mehrfach hingewiesen. Zeitweise konnten die Fluglotsen demnach weder untereinander noch mit den Piloten kommunizieren.
Die Panne hatte Auswirkungen weit über Griechenland hinaus. Auf Flightradar24, einem Online-Dienst zur Echtzeit-Flugverfolgung, war ein nahezu leerer griechischer Luftraum zu sehen, während sich über den umliegenden Ländern die Flugzeuge ballten, weil sie umgeleitet werden mussten.
Die Telekommunikationsstörung hatte den Flugverkehr in Griechenland fast vollständig zum Erliegen gebracht. Betroffen waren alle Flughäfen des Landes, darunter die internationalen Flughäfen Athen und Thessaloniki. Reisende seien per SMS informiert worden.
Nach einem Bericht des staatlichen Senders ERT begann die Aussetzung um 9.00 Uhr Ortszeit (8.00 Uhr MESZ). An den Terminals, wie am Athener Flughafen Eleftherios Venizelos, drängten sich die Reisenden. Reisende müssen mit Verspätungen bei An- und Abflügen rechnen.
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