Nach dem Brandanschlag auf dessen Privatgrundstück erfährt der Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg seitens der Bundesregierung Solidarität und Rückendeckung. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigte sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe bestürzt über die Attacke auf Andreas Büttner.

Klein sprach von einem feigen und zutiefst alarmierenden Ausdruck des Antisemitismus, dem sich Staat und Gesellschaft entschieden und mit allen Mitteln entgegenstellen müssten.

Büttners klares Signal, sich nicht einschüchtern zu lassen, nannte Klein „ein starkes Symbol von Mut und Standhaftigkeit“. Er fügte hinzu: „Genau diese Haltung brauchen wir in diesen Zeiten dringender denn je.“ Er habe mit Büttner gesprochen und ihm seine Solidarität und Unterstützung ausgesprochen, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung.

Antisemitismus bedrohe Juden wie Nichtjuden „ganz konkret mit Leib und Leben“. Und weiter: „Ob er sich hinter Hakenkreuzen, Hamas-Dreiecken oder anderen menschenverachtenden Symbolen verbirgt – Antisemitismus bleibt Antisemitismus.“ Dieser dürfe in der Gesellschaft keinen Platz haben und müsse konsequent bekämpft werden.

Israelischer Botschafter verurteilt Anschlag

Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, reagierte auf den Angriff. Insbesondere ging Prosor auf das rote Dreieck, das auf Büttners Grundstück hinterlassen wurde, ein. „Anschläge auf Andersdenkende und versuchter Mord: Dafür steht das Hamas-Dreieck – in Gaza wie in Brandenburg.“ 

Der Hass auf Israel gehe einher mit Hass auf die Demokratie, so Prosor. Der radikale Teil der „Palästina-Solidarität“ sei nicht nur antisemitisch, sondern terroristisch.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den Vorfall. „Extremismus in jedweder Form darf in Brandenburg keinen Platz haben“, teilte der SPD-Politiker mit. „Gewalt gegen Personen oder Dinge ist und bleibt absolut inakzeptabel. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ich hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst werden.“

Landesinnenminister René Wilke (SPD) versicherte Büttner die Solidarität des Landes. „Andreas Büttner leistet als Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus des Landes Brandenburg einen besonderen Dienst am Land und seinen Menschen“, teilte Wilke mit. „Wir werden Herrn Büttner weiter zur Seite stehen.“

Die Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf einen Schuppen auf Büttners Privatgrundstück in Templin führt nach Polizeiangaben der Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

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