Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) startet mit einem Wechsel an der Spitze seines Büros ins neue Jahr. Merz berief am Montag den bisherigen CDU-Bundesgeschäftsführer Philipp Birkenmaier zum Nachfolger des bisherigen Büroleiters Jacob Schrot, wie die Bundesregierung mitteilte. Demnach trennen sich Schrot und Merz „im gegenseitigen Einvernehmen“. Schrot erklärte, er wolle sich „nach intensiven zehn Jahren in der Bundespolitik (...) neuen beruflichen Herausforderungen stellen“.
Birkenmaier werde zeitnah die Leitung des Kanzlerbüros übernehmen, hieß es weiter. Er ist seit dem 1. Juli 2024 Bundesgeschäftsführer der CDU. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, Birkenmaier verfüge „über langjährige Erfahrung in Regierung, Fraktion und der Partei“. Er sei „bestens im politischen Berlin vernetzt“.
Merz stärkt wirtschaftspolitische Kompetenz
Dem Vernehmen nach will Merz mit dem Schritt in seinem Umfeld die wirtschafts- und innenpolitische Kompetenz stärken. Birkenmaier verfüge über langjährige Erfahrung in Regierung, Fraktion und der Partei, hieß es. Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der Bundeskanzler „unzufrieden“ mit dem fehlenden Wirtschaftswissen in seinem direkten Umfeld gewesen sei.
Birkenmaier war von 2007 bis 2012 im Bundeskanzleramt tätig, anschließend arbeitete er als Geschäftsführer des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsbundestagsfraktion. Der damalige Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) holte Birkenmaier 2019 in sein Ministerium.
Nach dem Regierungswechsel verantwortete Birkenmaier dann ab 2022 in der CDU-Zentrale gemeinsam mit Generalsekretär Carsten Linnemann den Prozess für ein neues Grundsatzprogramm der Partei. Seit Juli 2024 ist er Bundesgeschäftsführer der CDU.
Schrot sucht „neue berufliche Herausforderungen“
Schrot hat dagegen ein außenpolitisches Profil. Zu seinen Hauptaufgaben zählte in seinen acht Monaten als Büroleiter der Aufbau des neuen Nationalen Sicherheitsrats. Der soll nun zunächst vom außenpolitischen Berater des Kanzlers, Günter Sautter, geleitet werden.
2026 könnte ein wegweisendes Jahr für Merz werden. Kernziel der Regierung ist es, dass die Wirtschaft in Deutschland nach einer langen Schwächephase wieder anspringt. Außerdem hat Merz grundlegende Reformen der Sozialsysteme versprochen. Dies könnte aber noch zu Konflikten mit dem Koalitionspartner SPD führen. In Umfragen wird die Arbeit der Regierung schlecht bewertet.
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