- Bauern blockieren A4-Auffahrten bei Schmölln
- A9-Auffahrten in Sachsen-Anhalt blockiert
- Demo vor Frauenkirche angekündigt
- Sachsens Agrarminister versteht Wut der Bauern
In Thüringen, Sachsen-Anhalt und weiteren Bundesländern machen Bauern gegen das geplante Handelsabkommen mit südamerikanischen Mercosur-Staaten mobil.
In Thüringen blockieren Landwirte nach Angaben der Autobahnpolizei seit dem Morgen mit mehreren Traktoren die Auffahrten zur Autobahn A4 in Schmölln. Das Abfahren von der Autobahn sei hier weiterhin möglich. Das Landratsamt Altenburger Land hatte eine Sperrung der Anschlussstelle in beide Fahrtrichtungen ab 6 Uhr angekündigt. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, die benachbarten Anschlussstellen Meerane und Ronneburg zu nutzen.
Proteste an A9-Auffahrten in Sachsen-Anhalt
Bauern-Protest an der A9 bei Coswig in Sachsen-Anhalt.Bildrechte: MDR/Christoph M. PischelAn der A9 in Sachsen-Anhalt wird nach Polizeiangaben an den Auffahrten in Coswig (Anhalt), Vockerode, Dessau-Ost und Dessau-Süd protestiert. Die Polizei in Dessau-Roßlau meldete am Morgen keine Einschränkungen. Die Teilnehmerzahl wurde mit einer niedrigen zweistelligen Zahl angegeben. Die Proteste seien bis 16 Uhr geplant, hieß es.
Demo vor Frauenkirche angekündigt
In Dresden kündigten Landwirte für Donnerstag eine Demonstration vor der Frauenkirche an. Organisator ist dort der sächsische Verein "Land schafft Verbindung". Auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und anderen europäischen Ländern haben Landwirte Demonstrationen an zahlreichen Autobahn-Auffahrten angekündigt.
Die Landwirte stellen sich gegen das Mercosur-Handelsabkommen, weil sie unverhältnismäßige Konkurrenz durch günstige Importe aus Südamerika fürchten.
Sachsens Agrarminister versteht Wut der Bauern
Sachsens Agrarminister Georg-Ludwig von Breitenbuch äußerte Verständnis für die "Wut der Bauern". Der CDU-Politiker forderte in der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung", das Abkommen müsse so verhandelt werden, "dass die heimische Landwirtschaft nicht unter die Räder kommt". Für südamerikanische Importe müssten die gleichen Produktionsstandards gelten wie für EU-Produkte.
MDR/dpa (dni)
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