Markus Söder (CSU) sorgte mit einer Aussage über seine Forschungsministerin als Space-Ministerin für Aufsehen. Dorothee Bär selbst nimmt seine Worte offenbar gelassen – und stellt die Debatte über die Worte ihres Parteichefs als übertrieben dar. „Markus Söder und ich kennen und schätzen uns schon seit weit über 30 Jahren“, sagte die bayerische Ministerin der „Süddeutschen Zeitung“. „Ich wusste schon, während er es gesagt hat, dass er es nicht so meint. Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut.“
Söder hatte beim CSU-Parteitag im Dezember in München in einer Rede gesagt, er erwarte nicht viel von Bär. Wörtlich hatte er gesagt: „Und jetzt haben wir auch ein Ministerium, und die Doro ist unsere Space-Ministerin, das freut mich ganz besonders. Danke auch für deine Arbeit an der Stelle.“
Danach folgten Sätze, die vielfach als demütigend oder fies interpretiert wurden. „Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön“, sagte Söder in Richtung der Ministerin, die neben dem zuvor von Söder mit viel mehr Worten gelobten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt saß.
Söder auf CSU-Parteitag abgestraft
Bär (47) ist seit Mai 2025 Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Beim Parteitag wurde sie am 12. Dezember mit dem schlechtesten Ergebnis aller Kandidaten (74,6 Prozent) als Partei-Vize bestätigt.
Söder wurde mit 83,6 Prozent der Delegiertenstimmen als Parteivorsitzender wiedergewählt, sein schlechtestes Ergebnis überhaupt, seit er 2019 Parteichef ist. Als Söder zum ersten Mal für dieses Amt antrat, erhielt er 87,4 Prozent.
Bayerns Ministerpräsident, der dafür bekannt ist, in seinen Reden auszuteilen, wurde gerade einmal mehr selbst Opfer einer verbalen Attacke. Der neue Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bobga, beleidigte ihn in einem Rap-Video in den sozialen Medien als „Hurensohn“. Aus der CSU wurden deshalb Rücktrittsforderung laut.
In einer Erklärung ruderte Bobga anschließend zurück. Er bedaure, dass „die Auseinandersetzung mit dem Inhalt von Herrn Söders Aussage auf der Strecke geblieben“ sei. Bobga betonte, es sei nie sein Ziel gewesen, Söder „mit dieser Beleidigung direkt anzusprechen. Dass dies durch den von mir ausgewählten Song passiert ist, tut mir leid“.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.