Kurz vor neuen Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ging US-Finanzminister Scott Bessent die Führung in Teheran scharf an. Die US-Regierung habe gesehen, wie die iranische Führung „wie verrückt Geld außer Landes“ schaffe. „Die Ratten verlassen also das sinkende Schiff“, sagte er vor einem Senatsausschuss. Bessent wertete dies als „gutes Zeichen“, dass Teheran wisse, dass das Ende nahen könne.
Die USA verhandeln seit den Morgenstunden im Golfstaat Oman mit dem Iran. Für die Vereinigten Staaten nahm der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an den Gesprächen teil.
In einer aktualisierten Reisewarnung fordert das US-Außenministerium US-Bürger auf, den Iran über den Landweg zu verlassen – möglichst Richtung Armenien oder Türkei. In dem Land komme es landesweit zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperren, Störungen im öffentlichen Verkehr sowie zu Internet- und Kommunikationsausfällen, zudem seien Flugverbindungen jederzeit kurzfristig eingeschränkt oder gestrichen. US-Bürger sollten deshalb alternative Kommunikationswege einplanen und sich nicht auf Hilfe der US-Regierung verlassen.
Aktuell befindet sich der US-amerikanische Flugzeugträger USS Abraham Lincoln zusammen mit weiteren Kriegsschiffen und Kampfjets in der Region.
Der Außenminister des Omans, Badr al-Bussaidi, habe sich separat mit dem iranischen Chefdiplomaten Abbas Araghchi und anschließend mit dem Nahost-Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner getroffen.
„Die Beratungen konzentrierten sich darauf, die angemessenen Umstände für eine Wiederaufnahme der diplomatischen und technischen Verhandlungen vorzubereiten“, hieß es weiter.
Mitte vergangenen Monats hatte sich Trump für einen Machtwechsel im Iran ausgesprochen und begonnen, das amerikanische Militär in der Region aufzustocken. Dann hatte er jedoch seine Bereitschaft für Verhandlungen signalisiert.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte vor Beginn der Gespräche „gegenseitigen Respekt“ gefordert. „Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gemeinsame Interessen sind keine Rhetorik, sie sind ein Muss und die Säulen eines dauerhaften Abkommens“, erklärte Araghtschi am Freitagmorgen im Onlinedienst X. Verpflichtungen müssten eingehalten werden.
Der Iran gehe „mit offenen Augen und einer klaren Erinnerung an das vergangene Jahr in die Diplomatie“, erklärte Araghtschi. „Wir handeln in gutem Glauben und stehen fest zu unseren Rechten“, fügte er hinzu.
Teheran besteht darauf, dass sich die Gespräche auf die Atomfrage und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran beschränken. Die USA und Israel drängen dagegen auf die Ausweitung der Verhandlungen, etwa auf Irans Raketenprogramm.
Westliche Staaten werfen dem Iran vor, nach der Atombombe zu streben. US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf die Führung in Teheran in den vergangenen Wochen massiv erhöht.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, die US-Delegation beabsichtige, eine „Null-Atomkraft-Kapazität“ für den Iran zu prüfen. Zugleich warnte sie, dem US-Präsidenten stünden „neben der Diplomatie noch viele andere Optionen zur Verfügung“.
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