Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) trägt die Auslobung einer Belohnung des Bundes von einer Million Euro zur Aufklärung des Anschlags auf das Berliner Stromnetz bereits Früchte.
„Seit Auslobung der Belohnung ist eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Denen geht das BKA nun nach, deswegen kann man auch jetzt noch nicht sagen, ob eine Spur dabei ist.“ Dobrindt betonte zugleich: „Klar ist aber, dass es die Belohnung nur für valide, also erfolgreiche Hinweise gibt, die also zur Ergreifung des oder der Täter führen.“
Anfang Januar 2026 kam es in Berlin zu einem schweren, mehrtägigen Stromausfall. Betroffen waren rund 45.000 Haushalte und über 2200 Betriebe, vor allem im Südwesten Berlins (Steglitz, Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee, Lichterfelde).
Ursache war ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal in Berlin-Lichterfelde. Im Internet kursierte ein Bekennerschreiben, das der linksextremen „Vulkangruppe“ zugeordnet wurde.
Der CSU-Politiker hält die Belohnung, die bis zum 24. Februar befristet ist, für aussichtsreich. „Wir glauben, dass es innerhalb der linksextremistischen Szene sehr unterschiedliche Einschätzungen über den Erfolg des Anschlags gibt, in dessen Folge tausende Berliner tagelang bei Minusgraden ohne Strom und Heizung auskommen mussten“, sagte er dem RND. „Darum kann ich mir gut vorstellen, dass aus dieser Szene Hinweise auf die Täter kommen könnten.“
Dabei seien Belohnungen „grundsätzlich befristet, um deutlich zu machen, dass die Aufklärung von Kriminaldelikten nicht auf die lange Bank geschoben wird und etwaige Mitwisser keine zwölf Monate Zeit haben, um zu überlegen, ob sie auf der richtigen Seite stehen wollen“. Sie seien „ein Anreiz, zeitnah notwendige Informationen zu liefern“.
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