Die Vereinigten Staaten sind nach Aussage von US-Vizepräsident J.D. Vance mehr an einem Atomdeal mit dem Iran interessiert als an einem Umsturz der Führung in Teheran. „Wenn das iranische Volk das Regime stürzen will, ist das Sache des iranischen Volkes“, sagte er vor mitreisenden Journalisten in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Der Fokus der Regierung von US-Präsident Donald Trump liege derzeit darauf, „dass der Iran keine Atomwaffen besitzen darf.“
Am Vortag hatte Trump laut einem Medienbericht erwogen, einen weiteren Flugzeugträger in die Region zu senden. „Wir haben eine Flotte, die unterwegs ist, und eine weitere könnte folgen“, zitierte das Onlineportal „Axios“ aus einem Interview mit dem Republikaner.
Vance erläuterte, dass Trump weiterhin daran arbeite, ein Abkommen mit dem Iran zu erzielen. Im Klartext bedeutet dies, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe. Vance betonte, dass Trump dennoch weiterhin alle Optionen bereitstünden, und verwies dabei auch auf das US-Militär.
Trump will Verhandlungen mit dem Iran fortsetzen
US-Präsident Donald Trump äußerte, dass er die Atomverhandlungen mit dem Iran vorerst fortsetzen will. Trump schrieb nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in seinem Onlinedienst Truth Social, er wolle „sehen, ob ein Deal zustande gebracht werden kann“. Netanjahu hatte Trump zu einer härteren Gangart gegenüber Teheran gedrängt.
Der US-Präsident äußerte sich zurückhaltend über das rund dreistündige Treffen mit Netanjahu im Weißen Haus: „Es wurde nichts Definitives erreicht, außer dass ich darauf bestand, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden, um zu sehen, ob ein Deal zustande gebracht werden kann oder nicht“, schrieb er.
Ein Abkommen wäre vorzuziehen, betonte der US-Präsident, der dem Iran wegen der Niederschlagung der jüngsten Proteste zwischenzeitlich mit militärischen Schritten gedroht hatte. Im Juni vergangenen Jahres hatten die USA drei iranische Nuklearanlagen angegriffen und nach Trumps Worten „ausgelöscht“. Experten unter anderem der UNO zweifeln dies an.
Auch Israel geht davon aus, dass die Bedrohung durch den Iran nicht beseitigt ist. Netanjahus Büro erklärte, der Regierungschef habe bei dem Gespräch „auf die Sicherheitsbedürfnisse des Staates Israel im Zusammenhang mit den Verhandlungen“ über den Iran gepocht.
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