Bei Protesten gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Freiburg kam es zu massiven Ausschreitungen. Etwa 100 Vermummte hatten am Mittwochabend versucht, gewaltsam mit Schlagwerkzeugen eine Absperrung der Polizei zu durchbrechen.

Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, wie das Polizeipräsidium Freiburg mitteilte. Sieben Verdächtige seien vorläufig festgenommen worden. Es seien zudem Ermittlungen wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollzugsbeamte, Landfriedensbruch und versuchter Sachbeschädigung der Streifenwagen eingeleitet worden.

In Baden-Württemberg wird am 8. März ein neuer Landtag gewählt, die Proteste richteten sich gegen eine AfD-Veranstaltung. An der Demonstration nahmen etwa 1800 Menschen teil. In deren Verlauf sei es immer wieder zu Sitzblockaden gekommen sowie wiederholten Versuchen, die Absperrungen der Polizei zu durchbrechen.

Zu den Protesten gegen die AfD hatten zuvor verschiedene Gruppen, darunter die Linke Freiburg, in den sozialen Medien aufgerufen. „Die AfD ist der parlamentarische Arm einer in Teilen faschistischen Bewegung. Die kommende Landtagswahl will sie nutzen, um sich als besonders bürgernah und ‚vernünftig‘ zu inszenieren“, heißt es in dem Aufruf. „Mehr denn je müssen wir jetzt zeigen: Nicht mit uns!“

Vor Streifenwagen seien außerdem Nägel ausgelegt worden, teilten die Beamten weiter mit. Im Bürgerhaus Zähringen, wo sich die AfD traf, seien zudem bereits in der Nacht vor der Veranstaltung übelriechende Substanzen – mutmaßlich Buttersäure – verteilt worden, die die Feuerwehr entfernte.

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