US-Außenminister Marco Rubio hat kurz vor seiner Abreise zur Münchner Sicherheitskonferenz angesichts der angespannten transatlantischen Beziehungen das enge Verhältnis der USA zu Europa betont. „Wir sind sehr eng mit Europa verbunden“, sagte Rubio am Donnerstag (Ortszeit) auf dem Militärplatz Joint Base Andrews in Maryland vor Reportern, ehe er ins Flugzeug stieg. „Die meisten Menschen in diesem Land können entweder ihre kulturellen oder ihre persönlichen Wurzeln nach Europa zurückverfolgen. Darüber müssen wir einfach sprechen.“
Rubio führt diesmal die US-Delegation bei der Sicherheitskonferenz an, die am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt beginnt. Vor einem Jahr hatte Vizepräsident J.D. Vance bei der hochrangigen Tagung in München die europäischen Verbündeten der USA ungewöhnlich scharf attackiert und ihnen vorgeworfen, die westliche Zivilisation mit einer angeblich linksgerichteten Innenpolitik zu gefährden und keine Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen.
Mit entsprechender Nervosität blicken europäische Spitzenpolitiker dem Auftritt Rubios in München entgegen. Wie aus US-Regierungskreisen verlautete, will der US-Chefdiplomat nicht so streitlustig auftreten wie Vance vor einem Jahr, in seiner für Samstag geplanten Rede aber einen philosophisch ähnlichen Ansatz verfolgen.
Vor seinem Abflug machte Rubio deutlich, dass es kein „Business as usual“, also keinen Status quo, geben werde. „Wir leben in einer neuen Ära der Geopolitik, und das wird uns allen abverlangen, neu zu überdenken, wie diese aussieht“, sagte er.
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