Inhalt des Artikels:
- Abschluss hat Laufzeit von 27 Monaten
- Gewerkschaften: Kompromiss mit nachhaltigen Verbesserungen
- Arbeitgeber: Abschluss kostet Milliarden – Planungssicherheit bis 2028
925.000 Beschäftigte der Länder erhalten in mehreren Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber monatlich 100 Euro. Das haben die Tarifparteien des öffentlichen Dienstes am Sonnabend in Potsdam mitgeteilt. Der Abschluss gilt beispielsweise für Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen sowie Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken oder die Polizei. Lediglich Hessen verhandelt extra.
Abschluss hat Laufzeit von 27 Monaten
Wie die Gewerkschaft Verdi und der dbb beamtenbund und tarifunion weiter mitteilten, ist zum 1. April 2026 eine Tariferhöhung um 2,8 Prozent, mindestens aber um 100 Euro vorgesehen. Eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent soll es demnach zum 1. März 2027 geben, danach noch einmal um 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028.
Die Entgelte für Nachwuchskräfte sollen schrittweise um mindestens 150 Euro steigen. Erhöht werden sollen auch Zulagen für Wechsel- und Schichtarbeit.
Gewerkschaften: Kompromiss mit nachhaltigen Verbesserungen
Verdi-Chef Frank Werneke zufolge entspricht der Abschluss dem Niveau der Kolleginnen und Kollegen im Bund und in den Kommunen. Dbb-Chef Volker Geyer sprach von einem Kompromiss. Die Gewerkschaften hätten nicht alle ihre Forderungen umsetzen können. Es gebe aber "konkrete und nachhaltige Verbesserungen". Geyer forderte eine Übertragung der Vereinbarungen auch auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten der Länder.
Verdi und Beamtenbund hatten in den Tarifverhandlungen zunächst sieben Prozent mehr Geld gefordert, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr. Die Gewerkschaften hatten zuletzt mit Warnstreiks den Druck erhöht.
Arbeitgeber: Abschluss kostet Milliarden – Planungssicherheit bis 2028
Die Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) bewertete die Einigung als "Grenze des Machbaren". Der Abschluss koste allein im Tarifbereich 4,11 Milliarden Euro. Bei Übertragung auf Beamte und Pensionäre erhöhten sich die Aufwendungen auf 12,34 Milliarden Euro. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) als Verhandlungsführer hob hervor, die Länder hätten nun Planungssicherheit über drei Haushaltsjahre hinweg bis 2028. Die alte Tarifvereinbarung war Ende Oktober ausgelaufen.
AFP (ans)
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