US-Präsident Donald Trump will den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus absichern – auch mit der eigenen Marine. „Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb er auf Truth Social.
Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten. Die Maßnahme ziele vor allem auf Energietransporte, sei aber für alle Reedereien verfügbar. Dies soll den Energiehandel stabilisieren.
„Egal, was passiert, die Vereinigten Staaten werden den FREIEN FLUSS von ENERGIE in die WELT sicherstellen“, schrieb Trump in seinem Beitrag weiter.
Der Ölmarkt reagierte auf die Ankündigung nur kurzzeitig erleichtert. Der globale Referenzpreis Brent fiel in Richtung 78 Dollar je Barrel, legte danach aber wieder zu.
Am Mittwochmorgen notierte die Nordsee-Sorte bei 82,65 Dollar und damit 1,5 Prozent höher als am Vorabend. Am Montag hatte die Notierung 7,3 Prozent zugelegt und am Dienstag 4,7 Prozent
Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Straße von Hormus verkündet, die als Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr gilt. Am Montag drohte ein General der Revolutionsgarden damit, „jedes Schiff zu verbrennen“, das die Meerenge passieren wolle. Zuvor waren dort bereits mehrere Schiffe von Geschossen getroffen worden.
2024 passierten im Schnitt täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus – fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Auch etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) verläuft durch die Meerenge.
Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
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