Baden-Württemberg hat gewählt. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF liegen die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir vor der CDU von Landeschef Manuel Hagel.
Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis und landet auf Platz drei. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief bei Landtagswahlen bundesweit – Spitzenkandidat Andreas Stoch kündigte seinen Rückzug als Landes- und Fraktionschef an. FDP und Linke scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Aber wo konnten die Parteien Wähler hinzugewinnen, an welche Parteien mussten sie Wähler abgeben? Die Analyse der Wählerwanderung gibt Aufschluss.
Grüne müssen nur an CDU und AfD Stimmen abgeben
Nach Erhebungen von infratest dimap gewannen an diesem Sonntag die Grünen gegenüber der letzten Landtagswahl insgesamt 260.000 Wähler hinzu. Der größte Zuwachs waren 115.000 Stimmen von der SPD, außerdem wählten 115.000 ehemalige Nichtwähler nun die Grünen. Von der FDP kamen 15.000 Stimmen, ebenso viele von der Linken. Stimmen abgeben mussten die Grünen an die AfD (25.000) und die CDU (135.000).
CDU mobilisiert Nichtwähler und FDP-Stimmen
Die CDU gewinnt gegenüber 2021 insgesamt 495.000 Stimmen. Sie mobilisierte 155.000 Nichtwähler, 145.000 ehemalige FDP-Wähler, 135.000 einstige Grünen-Wähler und 60.000 Wähler von der SPD. Lediglich gegenüber der AfD verlor die Union 65.000 Stimmen.
AfD gewinnt von allen anderen Parteien Wähler
Der Zuwachs der AfD im Vergleich zur letzten Wahl betrug fast 400.000 Stimmen (385.000). Am meisten konnte die selbsternannte Alternative Nichtwähler mobilisieren, 195.000 machten ihr Kreuz nun bei der AfD. Von der CDU gewann die AfD 65.000 Wähler hinzu, von der FDP 60.000. Deutlich weniger konnte die Partei von den Parteien links des Spektrums profitieren: 30.000 einstige SPD-Wähler, 25.000 ehemalige Grünen-Wähler und nur 10.000 Linke-Wähler machten ihr Kreuz in diesem Jahr bei der AfD.
SPD überzeugt nur ein paar Nichtwähler
Die SPD verlor an diesem Sonntag insgesamt 205.000 Stimmen: Relativ geringen Zuwachs verzeichnete sie von bisherigen Nichtwählern (10.000). Am meisten Wähler verlor sie an die Grünen: 115.000 Stimmen. An die CDU gingen 60.000 Stimmen, an die AfD 30.0000. Der Stimmengewinn oder -verlust an FDP und Linke liegt unter 10.000, was zur Folge hat, dass er hier nicht aufgeführt wird.
FDP verliert viele Stimmen an die CDU
Die FDP schließlich verlor an alle anderen Parteien, insgesamt 220.000Stimmen. Der größte Verlust ging an die CDU (145.000 Stimmen), es folgen die AfD mit 60.000 und die Grünen mit 15.000. Der Stimmengewinn oder -verlust an SPD und Linke liegt unter 10.000, was zur Folge hat, dass er hier nicht aufgeführt wird.
Sonstige Parteien geben viele Stimmen an die AfD ab
Die sonstigen Parteien konnten lediglich 35.000 Nichtwähler überzeugen. Ansonsten verloren sie 45.000 Stimmen an die AfD, 25.000 an die Grünen und 15.000 Stimmen an die CDU.
Hier finden Sie alles zu den Landtagswahlen
Lesen Sie in unserem Liveticker alle aktuellen Entwicklungen zu den Landtagswahlen.
Sehen Sie hier, wer in Ihrem Wahlkreis gewonnen hat.
Die Ergebnisse auf einen Blick: Prognose, Hochrechnung und Wahlergebnis
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.