• Schulze: Umfrage- sind noch keine Wahlergebnisse
  • Siegmund betont Ziel erster AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt
  • Grüne jubeln über Wahlausgang in Baden-Württemberg

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat nach der Wahl in Baden-Württemberg Parallelen zum Wahlkampf im eigenen Bundesland ausgemacht. Der CDU-Politiker sagte dem MDR, vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September auch hier mit einer Zuspitzung auf zwei Parteien.

Zu den Umfrage-Ergebnissen sagte Schulze, diese seien noch keine Wahlergebnisse. Er selbst fahre einen klaren Kurs und gehe auch mal einen anderen Weg als im Bund. Thüringens CDU-Generalsekretär Niklas Waßmann zog eine durchwachsene Bilanz nach der Wahl in Baden-Württemberg. Dort wäre die Union gern Nummer eins geworden, sagte er am Wahlabend.

Siegmund will AfD-Alleinregierung

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sieht seine Partei angesichts des Ergebnisses in Baden-Württemberg auf dem richtigen Weg. Im MDR sagte er, er wolle sich für Machtoptionen nicht verbiegen. Ziel sei, im Herbst die erste AfD-Alleinregierung in Deutschland möglich zu machen.

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Audio | MDR AKTUELLSiegmund will allein regieren

Siegmund will allein regieren

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt sieht seine Partei nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Aufwind.

MDR AKTUELLMo09.03.202608:03Uhr00:29 min

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Man könne Sachsen-Anhalt nicht mit denjenigen "retten", die das Land seit 20, 30 Jahren sehenden Auges vor die Wand führen. Auf die Verwandtenaffäre angesprochen sagte er, die Menschen hätten diese als eine politische Kampage durchschaut.

Dagegen zeigte sich Thüringens AfD-Co-Landeschef Stefan Möller etwas enttäuscht. Ein besseres Ergebnis für die AfD sei in Baden-Württemberg wünschenswert gewesen.

Grüne: Strategie hat sich ausgezählt

Thüringens Grüne begrüßten den Ausgang der baden-württembergischen Wahl als "grandioses Ergebnis". Landessprecherin Ann-Sophie Bohm sagte, Spitzenkandidate Cem Özdemir habe mit Glaubwürdigkeit das Vertrauen der Wähler gewonnen und eine große Aufholjagd hingelegt.

Der Grünen-Co-Vorsitzende Felix Banaszak.Bildrechte: picture alliance / dts-Agentur

Ähnlich äußerte sich Bundesparteichef Felix Banaszak. Es lohne sich zu kämpfen, sagte er mit Blick auf weitere anstehende Wahlen dieses Jahr wie der in Sachsen-Anhalt. Dass Özdemir auf Wahlplakaten nur ein kleines Logo seiner Partei gezeigt habe, störe keineswegs. Die Strategie sei verabredet gewesen. Özdemir habe sich ja nicht als Landeschef der Grünen beworben, sondern als Ministerpräsident.

Georg Maier: Bitteres Ergebnis für die SPD

Der Thüringer SPD-Landeschef Georg Maier sprach von einem bitteren Ergebnis für seine Partei. Der Wahlkampf in Baden-Württemberg sei vor allem auf die Spitzenkandidaten von Grünen und CDU fokussiert gewesen.

Die Linke verpasste zwar den Einzug in den Stuttgarter Landtag. Thüringens Linke-Co-Chefin Katja Maurer zeigte sich dennoch zufrieden. Die 4,5 Prozent seien das beste Ergebnis bisher in Baden-Württemberg.

Türkische Gemeinde freut sich

Erfreut über den Sieg von Özdemir im Südwesten zeigte sich auch die türkische Gemeinde Deutschlands. Uhr Vorsitzender Gökay Sofuoglo sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das sei eine "Erfolgsgeschichte der Gastarbeitergeneration" und eine "Normalisierung". Özdemir verkörpere die Identifikation mit dem Land und werde so, unabhängig von seinen politischen Ansichten, ein Vorbild für viele junge Menschen mit Migrationsgeschichte.

MDR, KNA, epd (rnm, ksc)

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